Stolpe bremst Börsengang der Bahn

- Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) hat neue Zweifel an einem baldigen Börsengang der Deutschen Bahn geäußert. Es gebe noch "viele Fragen und Vorbehalte zu klären", sagte Stolpe dem "Tagesspiegel" (Donnerstag) aus Berlin. Vor einem Börsengang müsse die Bahn "sicher in den schwarzen Zahlen sein".

<P>Berlin -  Die Entscheidung über eine Privatisierung des hundertprozentigen Bundesunternehmens liege allein beim Parlament. Nach den bisherigen Plänen soll der Grundsatzbeschluss noch in diesem Jahr fallen.</P><P><BR>Der Verkehrsminister betonte: "Zur Zeit kann niemand sagen: 2005, 2006 oder wann auch immer muss der Börsengang der Bahn sein." Derzeit beraten mehrere Arbeitsgruppen die Zukunft des größten europäischen Verkehrskonzerns. Bahnchef Hartmut Mehdorn drängt auf ein schnelles Erreichen der Kapitalmarktfähigkeit.</P><P><BR>Stolpe stellte zudem in Zweifel, ob eine Bahn-Aktie zu einer neuen "Volksaktie" nach dem Vorbild von Telekom oder Post werden kann. Diese Frage werde erst nach einer "langen Kette von Entscheidungen zu klären sein". Der Minister verwies aber darauf, dass es "große internationale Anleger gibt, die nur darauf warten, Miteigentümer der Deutschen Bahn zu werden". <BR></P>

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