Strabag soll Walter Bau aus der Patsche helfen

- München - Zur Rettung der Augsburger Walter Bau gilt ein Einstieg der österreichischen Baugruppe Strabag als beschlossene Sache. Dazu muss Konzerngründer Ignaz Walter, der knapp 57 Prozent hält, voraussichtlich die Hälfte seiner Anteile abtreten, heißt es. Die Bereitschaft dazu hat der 68-Jährige noch nicht signalisiert. Auch den Vorsitz im Aufsichtsrat soll er abgeben. Weder die österreichische Strabag, mit 33 000 Beschäftigten eine der größten europäischen-Baugruppen, noch deren deutsche Tochter wollen indessen einen Schulterschluss mit Walter kommentieren.

Als treibende Kraft hinter dieser Lösung gelten Deutsche Bank und die Bayerische Landesbank. Die Bayern LB bürgt für große Bauprojekte der Augsburger mit angeblich 300 Millionen Euro und hält rund ein Zehntel der Firmenanteile. Die Deutsche Bank bürgt für 180 Millionen Euro und ist Führer des Pools aus 27 Banken. Nach zähem Ringen sind alle Banken nun bereit, Walter weiter zu stützen, wenn die Firma ihren Sparkurs verschärft und Walter persönlich Einschnitte akzeptiert. Ihm wird vorgeworfen, sich verzettelt und zu lange am maroden Heimatmarkt festgehalten zu haben. Zudem habe er aus dem Aufsichtsrat bis zuletzt ins operative Geschäft hineinregiert.

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