Als Zeugen vor Gericht

Ex-BayernLB-Vorstände müssen aussagen

München - Im Strafprozess um das Milliardendebakel mit der Hypo Alpe Adria vor dem Landgericht München müssen nun die ehemaligen Vorstände noch einmal als Zeugen aussagen.

Die Vier Ex-Vorstände, gegen die das Verfahren bereits eingestellt wurde, sollen in den nächsten Wochen noch einmal als Zeugen vernommen werden. Darunter ist auch der amtierende Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands deutscher Banken, Michael Kemmer. Er soll nach der aktuellen Planung der Strafkammer am 21. Oktober als Zeuge ins Gericht kommen. Sein Verfahren war gegen Zahlung einer Geldauflage von 20 000 Euro eingestellt worden. Die drei weiteren Ex-Vorstände mussten 5000 bzw. 15 000 Euro zahlen.

Auf der Anklagebank sitzen seitdem nur noch der ehemalige BayernLB-Chef Werner Schmidt sowie sein früherer Vize Rudolf Hanisch. Die Anklage wirft ihnen Untreue vor, weil sie die Hypo Alpe Adria 2007 zu leichtsinnig und zu teuer gekauft haben sollen. Zudem müssen sie sich wegen des Verdachts der Bestechung des früheren Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider verantworten. Beide bestreiten die Vorwürfe. Nach fast zehn Monaten Prozessdauer ist ein Ende in dem Verfahren in Sicht: Derzeit ist die letzte Zeugenvernehmung am 27. Oktober geplant.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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