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Wer schnurlosen Telefon-Komfort will, kann inzwischen auf strahlungsärmere Geräte zurückgreifen.

Festnetz-Telefone

Strahlen-Stopp für Schnurlose

Schnurlose Telefone gelten als praktisch, sind aber vielen Menschen wegen ihrer hohen Sendeleistung nicht geheuer. Dabei lässt sich der "Elektrosmog" bei modernen Geräten oft drastisch reduzieren.

Alte Technik verboten

Seit Jahresbeginn sind alte Schnurlostelefone nach dem Standard CT1+ in Deutschland verboten, weil sie auf Funkfrequenzen senden, die für den Mobilfunk reserviert sind. Nur wenige Haushalte dürften noch so ein Gerät besitzen. Überprüfen lässt sich dies in der Bedienungsanleitung, beim Händler oder beim Hersteller des Telefons. Stattdessen ist seit einigen Jahren der DECT-Standard etabliert. Viele Verbraucher stehen diesen Geräten aber kritisch gegenüber. Denn ihnen wird eine vergleichsweise hohe Sendeleistung - also eine starke Elektrosmog-Belastung - nachgesagt. Mancher greift deshalb lieber zum drahtgebundenen Telefon. Wer auf den Schnurlos-Komfort nicht verzichten will, kann dank aktueller Technik die Elektrosmog-Belastung zumindest deutlich reduzieren, hat eine Untersuchung der Zeitschrift "test" (Ausgabe 2/2009) ergeben.

Weniger Gefahr durch Elektrosmog

Die Stiftung Warentest hat 16 schnurlose Telefone für das analoge Festnetz (also nicht ISDN) geprüft. Die Hälfte davon verfügt über einen zuschaltbaren Eco-Modus. Dieser ermögliche es, dass das Telefon immer oder fast immer mit verringerter Energie sendet, urteilen die Tester. Dies könne die Strahlung ebenso wie den Energieverbrauch senken. Auch die Geräte ohne diese Funktion würden die Sendeleistung gegenüber früheren Modellen deutlich reduzieren.

So wurde kritisiert, dass die Basisstation auch dann Signale sendete, wenn nicht telefoniert wurde. Und wenn man sprach, sendeten die Geräte mit voller Leistung - unnötigerweise. Diesen beiden Kritikpunkten tragen die neueren Geräte nach Einschätzung der Warentester Rechnung. Besteht eine gute Verbindung, weil man sich etwa beim Telefonieren in dem Zimmer aufhält, in dem die Basisstation steht, wird die Sendeleistung automatisch heruntergefahren. Im besten Fall läge diese dann bei 50 Milliwatt. Erlaubt seien 250. Und wenn das Telefon zum Aufladen in die Basisstation gesteckt wird, gilt Strahlen-Stopp: Der Sender schaltet sich ab. Dies funktioniert zwar nicht, wenn mehrere Endgeräte in Betrieb sind. Dann helfe aber bei einigen Geräten die Funktion "Leistungsreduktion im Standby", die ähnlich wirksam sei.

Keine Konkurrenz für Drahtgebundene

Neben der Strahlungsproblematik haben die Schnurlosen weitere Nachteile. Die mobilen Geräte könnten mit der Qualität eines guten Kabel-Apparats kaum mithalten, heißt es in der Untersuchung. Freisprechen sei oft ein Schwachpunkt - ebenso der Anrufbeantworter.

Auch Billiggerät kann ausreichen

Die Verbraucherschützer haben das Panasonic KX-TG 8321 GB (80 Euro) und das Siemens Gigaset S685 (100 Euro) als Testsieger auserkoren. Das Panasonic biete den besseren Klang beim Telefonieren, das Siemens sei vielseitiger und biete mehr Optionen zur Senkung der Sendeleistung. Wer sich mit den Grundfunktionen bescheiden könne, erhalte mit dem Panasonic KX-TG 7321 GS ein gutes Gerät für vergleichsweise günstige 40 Euro, urteilen die Tester.

mm

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