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Strassenverkehrsordnung: Alte Kindersitze ab April verboten

München - Wer Kinder im Auto mitnimmt, muss für altersgemäße Rückhaltevorrichtungen sorgen, so verlangt es das Gesetz. Ab April gelten für diese Kindersitze neue Regelungen: Die Euro-Prüfnorm muss stimmen, sonst droht ein Bußgeld.

Kindersitzpflicht bis zwölf oder 1,50 Meter

Nach Paragraf 21 (1a) der Straßenverkehrsordnung dürfen Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr, die kleiner als 1,50 Meter sind, in Kraftfahrzeugen nur mit Rückhalteeinrichtungen für Kinder - also Kindersitzen - mitgenommen werden. Kinder, die jünger als 12 Jahre alt, aber größer als 1,50 Meter sind, dürfen demnach ohne Kindersitz transportiert werden, ebenso Kinder, die älter als 12, aber kleiner als 1,50 Meter sind. In letzterem Fall empfiehlt die Polizei dennoch die Verwendung eines Kindersitzes, um die passgerechte Führung des Sicherheitsgurtes zu gewährleisten.

Europa vergibt Prüfnorm ECE 44

Kindersitze müssen immer amtlich genehmigt und geeignet sein. Die amtliche Genehmigung erfolgt durch die Vergabe nach der ECE-Regelung Nr. 44 an den Hersteller. Das Regelwerk ECE (Economic Commission for Europe) bezeichnet einen Katalog von international vereinbarten, einheitlichen technischen Vorschriften der europäischen Wirtschaftskommission für Fahrzeuge, Teile und Ausrüstungsgegenstände von Kraftfahrzeugen.

01 und 02 verboten - 03 und 04 erlaubt

Nach welcher Norm das jeweilige Kinderschutzsystem getestet wurde, steht auf einem kleinen weißen oder orangefarbenen Etikett, das an den Kindersitzen angebracht sein muss. Steht dort die Prüfnorm ECE R 44/03 oder ECE 44/04, dann erlaubt der Gesetzgeber deren Verwendung. Steht dort aber die Nummer ECE R 44/01 oder ECE 44/02, dann müssen diese Sitze vor dem 8. April ausgebaut werden. Ab diesem Stichtag sind europaweit nur noch Sitze mit der Prüfnorm "03" oder "04" gültig. Wird das Verbot nicht beachtet, droht ein Bußgeld von 30 Euro. Sind mehrere Kinder nicht vorschriftsmäßig gesichert, drohen sogar 35 Euro.

Neue Modelle nicht betroffen

Der Grund für diese Änderung ist, dass die mit "01" und "02" bezeichneten Sitze nicht mehr den aktuellen Sicherheitsstandards entsprechen. Wer sich erst vor wenigen Jahren einen neuen Kindersitz gekauft hat, ist von dieser Änderung nicht betroffen. "Die Bezeichnung mit ,02 hat die Europäische Kommission bereits vor zehn bis zwölf Jahren vergeben", erklärt Klaus Brandenstein vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Mit dem Jahr der Markteinführung hätte die Bezeichnung nichts zu tun. So seien Modelle nach der Prüfnorm "03" bereits im Jahr 1996 getestet worden, die Norm "04" gelte seit 2005. Die "01" finde man wohl nur noch auf dem Flohmarkt. 

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