Strauss-Kahn: Wollte er nicht für Oralsex zahlen?

New York - Nach der Aufhebung des Hausarrestes im Fall Strauss-Kahn brodelt die Gerüchteküche. Eine Boulevardzeitung behauptet, das mutmaßliche Opfer sei eine Gelegenheits-Prostituierte gewesen. 

Klar ist nur eines: Es gibt immer mehr Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Zimmermädchens, das den Ex-IWF-Chef der versuchten Vergewaltigung bezichtigt. Die Staatsanwaltschaft hob am Wochenende den Hausarrest auf. Doch warum kauft die Staatsanwaltschaft dem mutmaßlichen Opfer ihre Geschichte nicht mehr ab?

Die Fakten:

- Das Telefonat

28 Stunden nach der angeblichen Tat führte das mutmaßliche Opfer ein Gespräch mit einem Freund, der wegen Drogenschmuggels in Arizona in Haft sitzt. Schwierigkeiten bereitete den Ermittlern die Übersetzung des in einem westafrikanischen Dialekt geführten Dialogs. Die beiden sollen darüber gesprochen haben, Geld aus der Begegnung zu schlagen. Am Donnerstag hatte die Staatsanwaltschaft Richter und Verteidigung über das Gespräch informiert. Tags darauf hob ein Gericht in New York den strengen Hausarrest Strauss-Kahns auf.

- Die Lügen

Unmittelbar nach der Tat habe sich die Frau noch als “sehr fromme, demütige muslimische Frau“ bezeichnet, “eine scheinbar ideale Zeugin“, schreibt die “New York Times“ . Sie habe aber bei ihrem Asylantrag über eine angebliche Vergewaltigung in ihrer Heimat ebenso gelogen wie über ihre finanziellen Verhältnisse. So soll der kriminelle Freund immer wieder Geld auf ihr Konto eingezahlt haben, insgesamt um die 100.000 Dollar (69.000 Euro).

Frei ohne Kaution: Strauss-Kahn doch kein Vergewaltiger?

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Zu diesen bekannten Fakten kommen aber immer mehr Gerüchte:

- Sie soll eine Gelegenheits-Prostituierte gewesen sein

Wie die Boulevard-Zeitung "New York Post" von anderen Hotelangestellten erfahren haben will, hat sich die Guinea stammende Frau als Gelegenheits-Hure bei männlichen Gästen verdingt.

- Strauss-Kahn wollte für Oralsex nicht bezahlen

Sich der Prominenz des Gastes voll bewusst, sei sie in sein Zimmer

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gegangen, schreibt die Zeitung. Nach dem Oralsex habe sie eine Bezahlung verlangt, die Strauss-Kahn verweigerte. Deswegen sei es zu Streit und Handgreifllichkeiten gekommen, durch die die Verletzungen bei der Frau entstanden seien. Noch ist die Anklage gegen den Ex-IWF-Chef nicht aufgehoben worden. Allerdings glauben Experten, dass das aufgrund der mangelnden Glaubwürdigkeit der Hauptbelastungszeugin nur noch eine Frage der Zeit ist.

sr/dpa

Rubriklistenbild: © AP

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