Radikaler Umbau bei Schweizer Bank

UBS streicht bis zu 10.000 Stellen

Bern - Die Schweizer Großbank UBS will offenbar bis zu 10.000 Stellen streichen. Das entspricht einem Sechstel aller Angestellten. Der Schritt sei Teil einer radikalen Verschlankung der Investmentsparte.

Die Schweizer Großbank UBS plant den Abbau von 10.000 Arbeitsplätzen, berichtete die Zeitung „Financial Times“ am Sonntag auf ihrer Website. Damit entließe die UBS fast ein Sechstel ihrer 63.500 Angestellten. Ein Großteil des Anleihehandels werde ausgelagert.

Die Bank strebt laut dem Bericht eine Reduzierung risikolastiger Vermögenswerte im Anleihen- und Derivatehandel in Höhe von bis zu 100 Milliarden Schweizer Franken (rund 83 Milliarden Euro) an. Es wird erwartet, dass das Kreditinstitut seine neuen Pläne am kommenden Dienstag offiziell bekannt gibt.

„Auf dem Tisch lagen mehrere Optionen, aber UBS hat sich für die radikalste entschieden“, zitierte „Financial Times“ eine Gewährsperson innerhalb des Unternehmens. Viele Bankhäuser weltweit stehen angesichts neuer Regeln und einem veränderten Klima am Finanzmarkt vor dem Umbau ihrer Investmentsparten.

dapd

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