Streik und kein Ende

Berlin - Kunden von Deutschlands fünf großen Privatbahnen müssen auch am Freitag Zugausfälle und Verspätungen hinnehmen. Die Lokführergewerkschaft GDL setzte ihren für 47 Stunden angekündigten Streik fort.

Der Ausstand soll noch bis Samstag um 2.00 Uhr dauern. Nicht betroffen von den Arbeitsniederlegungen sind die Züge der Deutschen Bahn (DB) sowie ihres Konkurrenten Keolis. Mit der DB verhandelt die GDL bereits, mit Koelis sollen die Tarifgespräche am 11. April beginnen. Am Donnerstag hatte die GDL den Zugverkehr der betroffenen Bahngesellschaften Abellio, Arriva, Benex, Veolia und Hessische Landesbahn zu drei Viertel lahmgelegt.

Am Freitag müssen etwa im Norden Fahrgäste bei Nord-Ostsee-Bahn (NOB), AKN und Metronom mit Beeinträchtigungen rechnen, in Sachsen-Anhalt ist erneut der HarzElbeExpress betroffen. Die GDL will mit der knapp zwei Tage dauernden Aktion einen Rahmentarifvertrag für die rund 26.000 Lokführer bundesweit durchsetzen - egal, ob sie im Nah-, Fern- oder Güterverkehr fahren. Bereits am Montag hatte die Gewerkschaft den Privatbahnverkehr zu 75 Prozent zum Stillstand gebracht.

dapd

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