Streik bei der Lufthansa - Air Berlin von Catering-Streik betroffen

München - Auf den Flughäfen in Bayern sind die Passagiere am Montag weitgehend von Problemen durch den Streik bei der Lufthansa verschont geblieben. Nach Angaben der Lufthansa gab es keine Flugausfälle im Zusammenhang mit dem Streik.

 Allerdings hätten drei Flüge in München aus anderen Gründen annulliert werden müssen, sagte ein Lufthansa-Sprecher. Die Gewerkschaft ver.di bezweifelte diese Darstellung und ging davon aus, dass die Ausfälle im Zusammenhang mit dem Streik standen.

Zeitgleich mit dem Streik bei der Lufthansa hatte die Gewerkschaft auch die Beschäftigten des Catering-Unternehmens Gate Gourmet am Münchner Flughafen am Montag zu einem Warnstreik aufgerufen. Dadurch konnten nach Angaben eines ver.di-Sprechers mehrere Flugzeuge der Gesellschaft Air Berlin nicht beliefert werden. Eine Sprecherin von Air Berlin sagte, zu Flugausfällen sei es nicht gekommen, allerdings seien einzelne Flugzeuge ohne Speisen und Getränke gestartet. Dies habe aber nur Flüge auf der Kurz- und Mittelstrecke betroffen.

ver.di fordert für die Beschäftigten von Gate Gourmet acht Prozent höhere Löhne und eine Einmalzahlung von 800 Euro. Die große Mehrheit der Beschäftigten verdiene nur wenig mehr als das steuerlich anerkannte Existenzminimum, sagte ver.di-Fachbereichsleiter Frank Riegler.

Die Auswirkungen der Streiks bei der Lufthansa werden sich nach Ansicht von ver.di erst in den kommenden Tagen bemerkbar machen. Vor allem in der Technik zeigten sich die Arbeitsniederlegungen nicht direkt, sagte Riegler. Da die Flugzeuge aber in kurzen Abständen gewartet werden müssten, um fliegen zu dürfen, seien die Auswirkungen nur eine Frage der Zeit.

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