Streik bei Lufthansa geht in den vierten Tag - Zunehmend Ausfälle

Frankfurt/Main - Der Streik bei der Lufthansa ist heute (Donnerstag) in den vierten Tag gegangen. Passagiere müssen sich dabei auf zunehmende Flugstreichungen einstellen.

Die Lufthansa legte einen Sonderflugplan für die nächsten fünf Tage vor. Damit wurde die Zahl der Flüge im klassischen Europaverkehr einschließlich Deutschland um rund zehn Prozent reduziert. Auf der Langstrecke sollen in den nächsten Tagen jeweils 28 Flüge ausfallen.

Die Gewerkschaft ver.di will den Streik fortsetzen, bis die Lufthansa ein deutlich verbessertes Angebot signalisiert. Sie fordert knapp zehn Prozent mehr Geld für rund 50 000 Beschäftigte und begründet dies unter anderem mit den Rekordgewinnen der Lufthansa vergangenes Jahr. Lufthansa hatte zuletzt gestaffelt 6,7 Prozent bei 21 Monaten Laufzeit und eine Einmalzahlung angeboten. Bisher beteiligten sich an den Streiks täglich rund 5000 Mitarbeiter.

Mit dem Sonderflugplan will Lufthansa den Fluggästen auch mehr Planungssicherheit geben. Der Plan ist im Internet unter www.lufthansa.com abrufbar. Zudem gibt es Auskünfte unter der Telefonnummer 0800 - 850 60 70.

Am Mittwoch waren insgesamt 82 Flüge ausgefallen, das entspricht rund vier Prozent des weltweiten Lufthansa-Angebots. Darunter waren 70 Kurzstreckenflüge und 12 Langstreckenflüge. Die Passagiere wurden überwiegend auf andere Maschinen oder auch auf die Bahn umgebucht.

Für Berlin kündigte ver.di eine Ausweitung des Arbeitskampfes an. Dort ist auch eine Kundgebung geplant. In Frankfurt plant ver.di an diesem Donnerstag keine besonderen Aktionen. Diese seien nicht notwendig, weil die Auswirkungen des Streiks sich automatisch steigerten, hieß es. Die Gewerkschaft bestreikt unter anderem die Wartung von Flugzeugen, so dass die Lufthansa Maschinen außer Betrieb stellen musste.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

1710 Tonnen: Hälfte des deutschen Goldes nun in heimischen Tresoren
Frankfurt/Main - Die Deutsche Bundesbank hat die Verlagerung ihrer Goldreserven aus dem Ausland gut drei Jahre früher abgeschlossen als geplant.
1710 Tonnen: Hälfte des deutschen Goldes nun in heimischen Tresoren
Rosneft siegt mit Schadenersatzklage in Milliardenhöhe
Rosneft gehört mehrheitlich dem russischen Staat. Zuletzt sorgte die Nachricht für Diskussionen, dass Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) für einen …
Rosneft siegt mit Schadenersatzklage in Milliardenhöhe
Gläubiger lassen Air Berlin vorläufig weitermachen
Erstmals haben die Gläubiger der Air Berlin über das weitere Insolvenzverfahren beraten. Vor einer schnellen Zerschlagung des Unternehmens sind sie einstweilen …
Gläubiger lassen Air Berlin vorläufig weitermachen
Kaiser's Tengelmann: Gericht gibt Kartellamt Rückendeckung
Auch wenn die Supermarktkette Kaiser's Tengelmann längst Geschichte ist: Der Streit um ihr Ende beschäftigt weiter die Justiz. Es geht um viele Millionen und die …
Kaiser's Tengelmann: Gericht gibt Kartellamt Rückendeckung

Kommentare