Streik bei rumänischer Renault-Tochter Dacia beendet

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Bukarest (dpa) - Der Streik der rund 13 000 Autobauer der Renault- Tochter Automobile Dacia im südrumänischen Pitesti ist beendet. Die Gewerkschaften nahmen ein verbessertes Lohnangebot der Werksleitung an.

Die Arbeit sei am Freitagmittag wieder aufgenommen worden, berichtete die Nachrichtenagentur Mediafax. Die Dacia-Arbeiter hatten knapp drei Wochen für höhere Löhne gestreikt.

Gewerkschaft und Werksleitung einigten sich darauf, dass alle Dacia-Beschäftigten rückwirkend zum 1. Januar 300 Lei (knapp 90 Euro) mehr Lohn im Monat erhalten und ab September eine weitere Lohnerhöhung um 60 Lei. Ferner soll jeder Arbeiter als Gewinnbeteiligung eine Jahresprämie in Höhe seines Bruttolohnes, aber nicht weniger als 900 Lei erhalten.

Das ergibt nach Aussagen eines Gewerkschaftsführers von Dacia zusammengerechnet im Schnitt eine Lohnerhöhung um rund 450 Lei im Monat.

Die Gewerkschaften hatten eine Lohnerhöhung um 550 Lei sowie eine Gewinnbeteiligung für die Mitarbeiter, höheres Oster- und Weihnachtsgeld sowie Rabatte beim Kauf von Dacia-Autos gefordert. Anfangs hatte das Management von Dacia nur 112 Lei mehr Lohn geboten. Vor dem Streik lag der durchschnittliche Bruttolohn bei Dacia nach Angaben eines Werkssprechers bei rund 500 Euro und damit 20 Prozent über dem landesweiten Durchschnitt.

Der Produktionsstillstand bedeutete für Dacia-Renault rund 15 000 Autos weniger. Die durch den Streik bedingten Verluste werden von den Medien auf 60 bis 150 Millionen Euro geschätzt. In Rumänien produziert Renault das Billigauto Dacia Logan. 2007 liefen in Pitesti rund 230 000 Fahrzeuge vom Band. In diesem Jahr soll die Kapazität des Werkes auf 350 000 Einheiten ausgebaut werden.

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