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Bei der Lufthansa wird es keine Streiks geben.

Schlichterspruch akzeptiert

Streikgefahr bei Lufthansa vorerst gebannt

Frankfurt am Main - Der Streik der Lufthansa-Flugbegleiter ist Geschichte. Die Mitglieder der Gewerkschaft stimmten dem Ergebnis der Schlichtung zu.

Passagiere der Lufthansa müssen zunächst keine weiteren Streiks fürchten. Nach dem ersten Flugbegleiter-Streik in der Geschichte des Unternehmens haben die Mitglieder der Kabinengewerkschaft Ufo den Schlichtungskompromiss angenommen, wie die Gewerkschaft am Dienstag in Frankfurt mitteilte. An der Urabstimmung beteiligten sich 71,3 Prozent der stimmberechtigten Mitglieder, von denen 85 Prozent dem von Schlichter Bert Rürup erarbeiteten Kompromiss zustimmten. Der Tarifkonflikt der rund 18.000 Flugbegleiter ist beigelegt, neue Streiks endgültig vom Tisch. Im Sommer hatte das Kabinenpersonal rund 1500 Lufthansa-Flüge ausfallen lassen.

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Gewerkschaft und Unternehmen befürworteten das Ergebnis. „Wir sind überzeugt, dass dieser Abschluss ein guter Grundstein für eine langfristige und solide Tarifarbeit sein wird“, erklärte Ufo-Chef Nicoley Baublies. Ein Lufthansa-Sprecher begrüßte die Zustimmung der Belegschaft. Als erste Großgruppe im Konzern hätten die Flugbegleiter ihren Beitrag zum Ergebnisverbesserungsprogramm „Score“ geleistet und damit ein Signal an die anderen Berufsgruppen im Konzern gegeben.

Aktuell verhandelt die Lufthansa Tarife mit der Gewerkschaft Verdi vorwiegend für das Bodenpersonal und mit der Vereinigung Cockpit für die Piloten. Auch bei der Tochter Germanwings, die ab 2013 weite Teile des Europageschäfts übernehmen soll, stehen Verhandlungen für die Piloten und die Kabinenmitarbeiter an.

Der neue Tarifvertrag für die Flugbegleiter der Mutter Lufthansa stellt vor allem Berufsanfänger besser und schließt langfristig den Einsatz von Leiharbeitern aus. Er hat eine Laufzeit bis Ende 2014 und bringt den Beschäftigten im Schnitt 3,95 Prozent höhere Tarifgehälter. Die Lufthansa profitiert von einer höheren Flexibilität bei den Einsatzplänen, verschobenen Stufenerhöhungen und einer flacheren langfristigen Tarifstruktur. Dem Kompromiss war ein mehr als ein Jahr währender Tarifkonflikt vorausgegangen.

dpa

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