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Die Ärzte rechnen bei den kommenden Streiks mit dem Verständnis ihrer Patienten

Praxen werden geschlossen

Ärzte rechnen mit Verständnis der Patienten

Berlin - Die Ärzte erwarten im Streit um höhere Honorare auch für die geplanten Praxisschließungen eine hohe Akzeptanz bei den Patienten.

„Das Verständnis der Patienten ist auf jeden Fall da“, sagte Sprecher der Allianz Deutscher Ärzteverbände, Dirk Heinrich, am Donnerstag in Berlin. Höhere Honorare würden schließlich für Kostensteigerungen in den Praxen verwendet, „nicht damit sich Ärzte ein neues Auto kaufen können“.

Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Köhler, fügte hinzu, die Versorgung von akut Kranken und Schmerzpatienten werde auch bei Praxisschließungen nicht gefährdet sein. Dies könne über den ärztlichen Bereitschaftsdienst sichergestellt werden.

So viel kassieren niedergelassene Ärzte

So viel kassieren niedergelassene Ärzte

Zuvor war bekannt geworden, dass sich in einer Urwahl bei den Mitgliedern von rund 30 Ärzteverbänden rund 75 Prozent für Praxisschließungen ausgesprochen haben. Heinrich erläuterte, von den rund 103.000 in den Verbänden organisierten Ärzten hätten „sich knapp 50 Prozent“ beteiligt. Wie genau der Ärzteprotest gestaltet wird, solle am Montag entschieden werden.

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und die KBV verhandeln seit Wochen über die Honorare der rund 150.000 niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten. Nachdem der Erweiterte Bewertungsausschuss per Schlichterspruch entschied, die Zuweisungen zunächst um 270 Millionen Euro zu erhöhen, legte die KBV alle weiteren Verhandlungen auf Eis.

dapd

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