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Streiks legen Griechenland lahm

Streiks legen Griechenland lahm

Athen - Die Gewerkschaften in Griechenland haben am heutigen Dienstag mit einem 48-stündigen Streik begonnen. Bis zum Mittwoch wollen sie das pleitebedrohte Land lahmlegen. Wie erfolgreich sie dabei sind, zeigen aktuelle Bilder.

Am Mittwoch ist im Parlament die entscheidende Abstimmung über das 78 Milliarden Euro schwere Sparprogramm von Ministerpräsident Giorgios Papandreou. Bis dahin sollen die Proteste andauern. Die Zustimmung der Abgeordneten ist Voraussetzung für weitere internationale Milliardenhilfen, ohne die dem Land in wenigen Wochen die Zahlungsunfähigkeit droht.

Streik: Griechenland steht still

Bilder aus Griechenland: Die Gewalt eskaliert

Schon am Vormittag erreichten mehr als 10.000 Demonstranten das Parlament und fordeten die Abgeordneten lautstark auf, das Sparprogramm nicht zu billigen. Diese erste Demonstrationswelle bestand Fernsehberichten zufolge hauptsächlich aus Mitgliedern der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE) und ihres Gewerkschaftsverbandes PAME. Um die Mittagszeit wurden auch Demonstranten im Zentrum erwartet, die der beiden Gwerkschaftsverbände des privaten (GSEE) und des staatlichen Bereichs (ADEDY) angehören.

Busse und Straßenbahnen stehen, Taxis fahren

Viele Bürger wollten zwei Tage lang vor dem Parlament bleiben und demonstrieren. Unter ihnen auch die hauptsächlich durchs Internet organisierte Bewegung der “Empörten Bürger“, die seit mehr einem Monat vor dem Parlament jeden Abend die Politiker des Landes als Diebe beschimpft. Das Sparpaket soll an diesem Mittwoch zur Abstimmung stehen.

Seit Dienstagmorgen wurden Busse und Straßenbahnen in Athen bestreikt. Hafenarbeiter behinderten den Auslauf der Fähren in Piräus, Ministerien und staatliche Unternehmen sowie viele Banken wurden ebenfalls bestreikt. Die Fluglotsen legen zwischenzeitlich ebenfalls die Arbeit nieder. Ärzte behandelten in Krankenhäusern nur Notfälle. Im Radio und Fernsehen gab es zwischen 10 und 14 Uhr MESZ keine Nachrichten, weil auch die Journalisten die Arbeit niederlegten. Supermärkte oder Hotels sowie Restaurants und Cafes hatten dagegen geöffnet. Auch die Taxis fuhren.

dpa

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