Streit bei Deutscher Bahn - Lokführer drohen wieder mit Arbeitskampf

Frankfurt/Main - Im Tarifstreit bei der Deutschen Bahn haben sich die Fronten wieder verhärtet. Nach einem Gespräch beider Seiten forderte die Lokführergewerkschaft GDL die Bahn am Freitag auf, den erzielten Kompromiss bis zum 7. März zu unterzeichnen. "Ansonsten provoziert sie weitere Arbeitskämpfe", hieß es in einer Mitteilung. Bei den Gesprächen über einen Grundlagentarifvertrag habe es "keine Annäherung" gegeben.

Grundsätzlich hatten sich beide Seiten auf Einkommenserhöhung von elf Prozent in zwei Stufen verständigt, der Vertrag ist aber noch nicht unterschrieben. Offen ist die Einbettung des eigenständigen Tarifvertrags für die Lokführer in das gesamte Tarifgefüge des Konzerns. Zwar hat die Bahn der Gewerkschaft vor der Verhandlung nun einen neuen Entwurf für einen solchen Grundlagentarifvertrag vorgelegt. Aber auch dieser Entwurf sei für die GDL inakzeptabel, weil er weiterhin die Eigenständigkeit der Gewerkschaft einschränke, hieß es in der Mitteilung. Bei der Bahn sind neben der GDL auch die Gewerkschaften Transnet und GDBA vertreten. Die Gespräche sollen an diesem Montag fortgesetzt werden.

dpa

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