Strom und Gas drastisch teurer

München - Für hunderttausende Familien in Bayern wird der Verbrauch von Strom und teilweise auch das Heizen mit Gas erheblich teurer. Mit Eon Bayern kündigte der größte Versorger im Freistaat an, zum Jahreswechsel seine Strompreise im Schnitt um fast zehn Prozent und die Entgelte für Gas um acht Prozent anzuheben. Auch Erdgas Südbayern dreht an der Preisschraube.

Gegenüber unserer Zeitung bestätigte das Unternehmen, das 200 000 Haushalte beliefert, die Preise zum 1. Dezember 2007 um durchschnittlich 4,5 Prozent zu erhöhen.

Zuvor hatten die Lechwerke als drittgrößter bayerischer Elektrizitätsanbieter mitgeteilt, die Grundversorgung ab 1. Januar 2008 um zehn Prozent zu verteuern.

Eon begründete die Anhebung für Elektrizität vor allem mit drastisch gestiegenen Beschaffungskosten. Dabei verwies Vertriebschef Stefan Vogg gegenüber unserer Zeitung darauf, dass sein Unternehmen die Preise letztmals zum 1. Januar 2006 angehoben habe. Für einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden steigen die Stromkosten durch den Aufschlag um 67 Euro.

Den Anstieg beim Gas erklärte Eon mit der Ölpreisbindung. Da sich das schwarze Gold zuletzt deutlich verteuert hat, müssten nun zeitlich verzögert auch die Gaspreise steigen. Entspannung ist nicht in Sicht: Am Montag kletterten die Preise für ein Fass US-Leichtöl auf über 84 Dollar und erreichten damit eine neue Rekordmarke.

Energieexperten kritisierten die Teuerungswelle für Strom seit Wegfall der staatlichen Genehmigungspflicht und riefen die Verbraucher zu Anbieterwechseln auf.

Zum großen Strompreis-Special:

 > Auswege aus der Stromfalle

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