+
Beim Waschen können Sie Strom sparen, wenn Sie Handtücher schon bei 60 Grad waschen.

Strom sparen und Energiekosten senken

Computer, Stereoanlage und Fernseher sind die größten Stromfresser in deutschen Haushalten – sie verbrauchen ein Viertel des gesamten Stroms. Das ist das Ergebnis einer bundesweiten Studie der EnergieAgentur.NRW. Hier erfahren Sie, wie Sie im Haushalt Strom sparen und Ihre Energiekosten senken.

Geräte mit hohem Stromverbrauch identifizieren

Damit Sie wissen, welche Geräte bei Ihnen zu Hause viel Strom verbrauchen, leihen Sie sich beim Energieberater Ihrer Verbraucherzentrale ein Strommessgerät aus. Schalten Sie es einfach zwischen Steckdose und Haushaltsgerät. So können Sie selbst überprüfen, welches Gerät wie viel Strom „saugt“.

Stromfresser in Haushalten sind laut der Verbraucherzentrale Energieberatung elektrische Geräte, die

  • im Betrieb deutlich mehr Strom verbrauchen als vergleichbare energieeffiziente Produkte.
  • im Bereitschaftszustand – dem sogenannten „Stand-by“ – unnötig Strom verbrauchen.
  • nur scheinbar vollständig ausgeschaltet, aber nicht vom Stromnetz getrennt sind und weiterhin Energie ziehen (sogenannte Leerlaufverluste).

Wenn Sie einen hohen Stromverbrauch haben und Ihre Energiekosten senken wollen, wechseln Sie zu einem günstigeren Stromanbieter. In Deutschland bieten mehr als 900 Energieversorger ganz verschiedene Preise und Konditionen an. Zusätzlich lohnt es sich immer, selbst aktiv Strom zu sparen.

Stand-by-Modus ausschalten

Geräte im Stand-by-Betrieb verbrauchen in einem durchschnittlichen Haushalt fast 500 Kilowattstunden pro Jahr. Das kostet Sie bei 20 Cent pro Kilowattstunde rund 100 Euro. Dieses Geld können Sie leicht sparen, wenn Sie den Stand-by-Betrieb ausschalten. Das bietet sich besonders im Büro an für Geräte wie externe Lautsprecher und Bildschirm, die nur eingeschaltet sein müssen, wenn auch der PC läuft. Auch Fernsehgeräte, Receiver und DVD-Geräte müssen über Nacht nicht im Stand-by-Betrieb laufen. Kappen Sie die Geräte vom Netz, wenn Sie sie nicht benutzen. Das macht sich auf Dauer bezahlt – an Ihrer Stromrechnung werden Sie es bald merken.

Strom sparen beim Waschen und Trocknen

Waschmaschine und Trockner gehören nach der Büro- und Unterhaltungselektronik ebenfalls zu den großen Stromfressern im Haushalt. Alte Geräte verbrauchen oft mehr Strom als neue. Achten Sie beim Kauf Ihrer neuen Geräte auf das sogenannte EU-Label, das über dessen Energieverbrauch informiert. Entscheiden Sie sich für ein Gerät mit einer hohen Energieeffizienz der Klasse A bis A++.

Waschen Sie bei niedrigeren Temperaturen – das spart Strom und Geld. Handtücher und Bettwäsche gehören nicht jedes Mal bei 95 Grad in die Kochwäsche. Das 60-Grad-Programm reicht in der Regel aus: Die Wäsche wird trotzdem sauber.

Wer im Freien Wäsche trocknet, spart ebenfalls Strom. Ein Haushalt, der in den Sommermonaten auf den Trockner verzichtet, spart bis zu 36 Euro Strom im Jahr. Wenn Sie den Trockner trotzdem benutzen wollen, schleudern Sie die Wäsche vorher gründlich. Stellen Sie ihn auf „Schranktrocken“ oder „Bügelfeucht“ ein. Das geht schneller und verbraucht weniger Strom.

Strom sparen beim Kochen

Elektroherd, Mikrowelle, Kühl- und Gefrierschrank, Wasserkocher und Kaffeemaschine – in der Küche befinden sich viele Geräte, die unverzichtbar sind, aber viel Strom verbrauchen. Induktionsherde sind besonders sparsam. Beim Erwärmen der Topfböden über magnetische Induktion geht besonders wenig Wärmeenergie verloren. Im Vergleich zu herkömmlichen Elektroherden sparen Sie bis zu 20 Prozent Energiekosten. Die hohen Anschaffungskosten machen sich langfristig bezahlt.

Verwenden Sie möglichst kleines Kochgeschirr, das genau auf die Herdplatte passt und schließen Sie einen Topf immer mit einem Deckel, damit die Hitze im Topf bleibt. Nutzen Sie die Restwärme und schalten Sie Ihren Herd schon kurz vor Ende der Garzeit aus. Für das schnelle Erwärmen von Speisen eignet sich die Mikrowelle am besten.

Noch mehr Tipps zum Strom sparen im Haushalt finden Sie bei der Verbraucherzentrale Energieberatung.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bauern befürchten erhebliche Dürreschäden
Dass das Wetter mal nicht mitspielt, gehört für die Landwirte zum Berufsrisiko. In diesem Jahr sind die Folgen aber teils besonders hart und wirbeln auch die Einsätze …
Bauern befürchten erhebliche Dürreschäden
„Von dem Verzehr wird dringend abgeraten“: Riesiger Rückruf bei Aldi, Penny und Kaufland
Verbraucherschützer warnen: Salmonellen-Alarm bei Aldi, Penny und Kaufland und Co.! Welche Märkte und welche Produkte betroffen sind, erfahren Sie hier.
„Von dem Verzehr wird dringend abgeraten“: Riesiger Rückruf bei Aldi, Penny und Kaufland
Finanzexperten und Konzernchefs warnen vor Protektionismus
Der Handelsstreit zwischen den USA und großen Volkswirtschaften eskaliert weiter. Experten und Konzernchefs warnen eindringlich vor den Folgen eines sich weiter …
Finanzexperten und Konzernchefs warnen vor Protektionismus
Verbraucherschützer: Neues Reiserecht bringt auch Nachteile
Urlauber sollen bei Online-Buchungen künftig besser abgesichert sein. Das neue Reiserecht hat aus Sicht von Verbraucherschützern aber unerwünschte Nebenwirkungen. Auch …
Verbraucherschützer: Neues Reiserecht bringt auch Nachteile

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.