Katalonien: Madrid will Regionalregierung absetzen

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Wir zeigen, wie sie Strom und damit CO2 sparen können.

Stromfressern an den Kragen gehen

München - Der Klimagipfel in Kopenhagen beginnt. Wir zeigen, dass jeder selbst zur CO2-Verminderung beitragen kann. Sehen Sie hier, was Sie im Alltag tun können.

Über den Betrieb von Haushaltsgeräten, wie sie fast jeder hat, denkt kaum einer viel nach. Dabei kann man auf einfache Weise viel Energie aber auch Geld einsparen.

Ohne Gefrierfach

„Bei Neuanschaffungen sollte man überlegen, welches Gerät man noch zu Hause benutzt. Wenn man eine Kühltruhe hat, sollte man beim Kauf eines neuen Kühlschranks besser auf ein integriertes Gefrierfach verzichten“, erläutert Christian Noll, Experte für Energieeffizienz beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (Bund). Außerdem sei eine Gefriertruhe generell effizienter als ein Gefrierfach im Kühlschrank, da eine Truhe auf dem Boden stehe und beim Öffnen die kalte Luft unten bleibe und somit kaum Kälte entweiche.

Kleiner Kühlschrank

Prinzipiell gilt laut Noll die Faustregel, dass man seinen Kühlschrank ersetzen sollte, wenn er älter als zehn Jahre ist. Der Experte sieht aber in der Bauweise vieler neuen Kühlgeräte ein Problem. „Die neuen Geräte sind mittlerweile zwar effizienter, aber sie werden immer größer“, erklärt Noll. Wer diesen Trend mitmacht, verspielt den energiesparenden.

Kälte speichern

Kühlakkus lassen sich im Winter sehr gut im Freien kühlen und anschließend in den Kühlschrank legen. Wenn mehrere Akkus abwechselnd eingesetzt werden, kann man in einem sehr kalten Winter viel Strom sparen.

Kühlen vor der Tür

Kühlschrank-Strom kann man auch auf ganz simple Weise sparen: Indem man Speisen und Getränke zum Beispiel im Winter auf dem Balkon kühlt. Der Bund rät dennoch zur Vorsicht. Tiefer Frost und große Temperaturschwankungen beeinträchtigen die Qualität der Lebensmittel und gefrorene Getränke können leicht Glasflaschen zum Platzen bringen.

Gut aufgestellt

Für die Positionierung des Kühlschranks zu Hause hat Noll einen Tipp: „Möglichst weit weg von Wärmequellen, also zum Beispiel von Herd oder von Heizkörpern, aufstellen.“

Dichtungen prüfen

Wenn der Reif im Kühlschrank dicker wird oder sich eine Eisschicht bildet, erhöht sich der Stromverbrauch. Dann ist Abtauen angebracht. Außerdem sollten die Türdichtungen regelmäßig überprüft und bei Bedarf ausgetauscht werden.

GED-Kennzeichen

Die GED-Kennzeichnung ist ein freiwilliges Label und leitet sich nicht aus einem Gesetz oder einer Verordnung ab. Dieses Label bescheinigt laut den Umweltschützern einen niedrigen Standby-Verbrauch, sagt jedoch nichts über den Stromverbrauch beim Betrieb des Gerätes aus.

Standby ausschalten

Neue Fernseher und Musikanlagen sind laut Noll mittlerweile so effizient, dass sie im Standby-Modus kaum Strom verbrauchen. Um aber selbst diesen geringen Stromverbrauch zu vermeiden, empfiehlt der Experte, die Geräte an eine Mehrfachsteckerleiste anzuschließen, damit die Geräte mit dem Umlegen eines einzigen Schalters vom Stromnetz genommen werden können. Steckdosenleisten mit Schalter gibt es ab etwa 15 Euro im Handel. Das lohnt sich: Bis zu 88 Euro lassen sich dadurch in einem durchschnittlich ausgestatteten Haushalt jedes Jahr einsparen.

Energie-Klassen

Welcher Energieeffizienzklasse ein Gerät angehört, kann der Verbraucher anhand des Energie-Labels erkennen. Die Bewertungsskala erstreckt sich dabei von A bis G und weist auf den Energieverbrauch und weitere Eigenschaften des Geräts hin. Die meisten heute angebotenen Geräte gehören mittlerweile zu den sparsamen Kategorien A, A+ und A++ an. Ab 2011 gelten neue Klassen mit nochmals verschärften Bedingungen: A-20%, A-40% und A-60%, die sich auf die Energieeinsparung relativ zur Klasse A beziehen.

Laptop statt TV

Wer keinen großen Bildschirm braucht, dem empfehlen die Umweltschützer, Computer auch zum Fernsehen zu verwenden. Dafür erforderliche Zusatzteile wie TV-Einsteckkarten oder DVBT-Sticks gibt es bereits ab 20 Euro. Beim Kauf von Monitoren und PCs sollte man sich ebenfalls über deren Energieverbrauch informieren. Wenn die Geräte nicht gebraucht werden, sollten auch sie komplett ausgeschaltet werden.

Bildgröße entscheidet

Der Energiebedarf steigt sowohl beim Fernseher als auch beim Computer mit der Bildgröße. Effiziente Röhrenfernseher verbrauchen am wenigsten Strom. LCD-Flachbildfernseher benötigen noch immer 10 bis 30 Prozent mehr. Plasmafernseher oder Videobeamer verbrauchen am meisten. Lediglich bei Computerbildschirmen sind flache LCD-Screens inzwischen sparsamer als Röhrenmonitore. Laptops benötigen bis zu 70 Prozent weniger Energie als traditionelle Computer, so der Bund.

PC mit Umweltengel

Beim Neukauf eines Computers sollten Verbraucher laut Bund darauf achten, dass das Gerät mit dem sogenannten Blauen Engel gekennzeichnet ist. Dieses Umweltzeichen bewertet sparsamen Energieverbrauch und recyclinggerechte Konstruktionen der Produkte.

Schlafender Monitor

Es sollten außerdem nur Monitore gekauft werden, die als spezielle Einstellmöglichkeit den energiesparenden Ruhezustand („sleep mode“) haben. Dieser Zustand aktiviert sich selbstständig und reduziert den Stromverbrauch des Monitors auf rund ein Zehntel, teilt der Bund mit.

Tinte statt Laser

Wer einen Tintenstrahldrucker hat, sollte ihn laut Bund solange wie möglich einsetzen, denn Tintenstrahldrucker verbrauchen deutlich weniger Strom als Laserdrucker. Außerdem enthalten ihre Patronen weniger Schadstoffe. Ein Farblaserdrucker schluckt beim Drucken bis zu 800 Watt, ein Schwarz-Weiß-Tintenstrahldrucker 40 Watt.

Von Felix Buchner

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