Strompreise schnellen um bis zu 15 % nach oben

- Frankfurt - Die Verbraucher müssen in den kommenden Monaten mit deutlich steigenden Strompreisen rechnen. Wie "Bild am Sonntag" unter Berufung auf Branchenkreise berichtete, sind höhere Kosten der Anbieter für die bevorstehenden Preiserhöhungen verantwortlich. Laut "Spiegel" will der Energiekonzern Eon seine Netzgebühren drastisch verteuern.

<P>"Bild am Sonntag" zitierte Jan Goldmann vom Branchendienst stromseite.de mit den Worten: "Die Großhandelspreise sind in diesem Jahr um rund 30 % gestiegen, das geben die Energieversorger nun an die Kunden weiter." Deshalb gehe die Branche davon aus, dass in den nächsten Monaten alle Anbieter die Preise durchschnittlich um 5 bis 10 % und in Einzelfällen um bis zu 15 % erhöhen. Nach Angaben der Zeitung wird der Strom damit wieder teurer als vor der Marktliberalisierung im Jahr 1998. Künftig sei mit einem Kilowattpreis von mehr als 0,16 Euro zu rechnen. </P><P>Der Sprecher des Bundes der Energieverbraucher, Aribert Peters, machte vor allem die steigenden Durchleitungsgebühren der Stromnetzbetreiber Eon und RWE für die höheren Strompreise verantwortlich. Die Netzbetreiber verlangten von den freien Stromhändlern immer mehr Geld für die Nutzung der Leitungen. So mache die Durchleitungsgebühr bereits 70 Prozent der Stromkosten aus.</P><P>"Durch den verhinderten Wettbewerb zahlt jeder Haushalt jährlich etwa 100 Euro zu viel für Strom und Gas", sagte Peters und fügte hinzu: "Die Stromwirtschaft wälzt sich im Geldbad wie Dagobert Duck. Und trotzdem werden die ohnehin schon weit überhöhten Preise weiter angehoben."</P><P>Unterdessen plant der Energie-Konzern Eon wegen des wachsenden Windkraftanteils eine weitere Anhebung der Durchleitungsgebühren. Damit wird laut "Spiegel" eine weitere Erhöhung der Strompreise für die Endverbraucher wahrscheinlich.<BR></P>

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