Strompreise steigen überdurchschnittlich

- Die Strompreise werden zu Preistreibern der Wohnnebenkosten. Bundesweit steigen die Tarife im Schnitt um 4,9 Prozent. Die Inflationsrate liegt bei rund einem Prozent. Schon im Vorjahr waren die Strompreise um 4,5 Prozent gestiegen, berichtet das Institut für Städtebau.

<P>In Bayern falle der Anstieg niedriger aus, beteuert das Wirtschaftsministerium. Hier und bei den Bezirksregierungen müssen die Preissteigerungen der 250 Stromversorger genehmigt werden. Die Branchengrößen LEW und N-Ergie planen demnach Erhöhungen im Bereich von drei Prozent, wollten sogar zum Teil noch viel mehr verlangen, was jedoch nicht erlaubt wurde. Für einen Drei-Personen-Haushalt würde das laut Rechnung des Ministeriums Mehrkosten von 17 bis 19 Euro pro Jahr bringen. Die Anbieter selbst wollen niedrigere Steigerungen errechnet haben.<BR><BR>Auch Eon Bayern plant eine Tariferhöhung. Zum 1. Februar sollen die Preise dem Vernehmen nach im Schnitt um 3 bis 4 Prozent steigen. Genehmigt ist die Erhöhung bisher nicht. Die Stadtwerke München erhöhen um 4,6 Prozent.<BR><BR>Die vom Wirtschaftsministerium genannten rund drei Prozent gelten allerdings nur für die regulären Tarife. Sondertarife, die rund 40 Prozent der Haushalte nutzen, steigen zum Teil deutlicher. Verbraucherschützer kritisierten die Erhöhungen scharf. Die Anhebungen von teils bis zu zehn Prozent für private Haushalte seien nicht begründbar.<BR><BR>Insgesamt sind die Wohnnebenkosten in Deutschland laut dem Institut für Städtebau heuer um 1,6 Prozent gestiegen. Auch Müll-Gebühren und Abwasser stiegen stark. In München wird ein Durchschnittshaushalt mit rund 10 Euro höheren Trinkwasserkosten belastet. Die Erdgaskosten sinken um 4,5 Prozent oder 40 Euro.</P><P> </P>

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