Strompreiserhöhung: Kartellamt schaltet sich ein

Berlin - Das Bundeskartellamt vermutet hinter den angekündigten Preissteigerungen beim Energiekonzern E.ON den Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung. Dies machte die Sprecherin der Behörde, Silke Kaul.

Ob es sich gar um eine Kartellabsprache handele, könne derzeit nicht beurteilt werden, sagte Kaul. Man werde aber die Preisentwicklung in den kommenden Wochen genau beobachten. Man sei über die Ankündigung von E.ON verärgert.

Die Argumentation von E.ON-Chef Wulf Bernotat, vor allem der Staat sei für Preiserhöhungen verantwortlich, sei nicht nachzuvollziehen, sagte Kaul. Der Anteil erneuerbarer Energien am Energiemix habe sich entgegen den Darstellungen Bernotats nicht nennenswert erhöht. Und für den zweiten Vorwurf, die Großhandelspreise hätten angezogen, sei E.ON selbst an erster Stelle mitverantwortlich. Denn die Großhandelspreise würden vor allem von dem Konzern mitbestimmt. Kaul setzte auf die im kommenden Jahr in Kraft tretende Preismissbrauchsnovelle, die solchen Erhöhungen einen Riegel vorschieben könnte.

Zum großen Strompreis-Special:

 > Auswege aus der Kostenfalle

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Aldi-Rückruf: Salmonellen in Salami entdeckt
Wegen eines Salmonellen-Fundes ist die ausschließlich bei Aldi Nord verkaufte Salami Piccolini zurückgerufen worden.
Aldi-Rückruf: Salmonellen in Salami entdeckt
Dax geht erstmals über 13 000 Punkten ins Ziel
Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Montag erstmals über 13.000 Punkten geschlossen. Beim Stand von 13.003,70 Zählern und einem Plus von 0,09 Prozent ging der deutsche …
Dax geht erstmals über 13 000 Punkten ins Ziel
Daimler muss mehr als eine Million Autos zurückrufen
Wegen defekter Kabel an der Lenksäule will Daimler weltweit mehr als eine Million Autos in die Werkstätten zurückrufen. Fatal: Der Airbag kann durch das Problem …
Daimler muss mehr als eine Million Autos zurückrufen
Mitarbeiter von Air Berlin protestieren für Zukunft
Bei der insolventen Air Berlin bangen Tausende um ihren Arbeitsplatz, der Ärger richtet sich auch gegen Konzernchef Winkelmann. Wird Fliegen nun für viele Menschen auch …
Mitarbeiter von Air Berlin protestieren für Zukunft

Kommentare