Strompreiserhöhung: Kartellamt schaltet sich ein

Berlin - Das Bundeskartellamt vermutet hinter den angekündigten Preissteigerungen beim Energiekonzern E.ON den Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung. Dies machte die Sprecherin der Behörde, Silke Kaul.

Ob es sich gar um eine Kartellabsprache handele, könne derzeit nicht beurteilt werden, sagte Kaul. Man werde aber die Preisentwicklung in den kommenden Wochen genau beobachten. Man sei über die Ankündigung von E.ON verärgert.

Die Argumentation von E.ON-Chef Wulf Bernotat, vor allem der Staat sei für Preiserhöhungen verantwortlich, sei nicht nachzuvollziehen, sagte Kaul. Der Anteil erneuerbarer Energien am Energiemix habe sich entgegen den Darstellungen Bernotats nicht nennenswert erhöht. Und für den zweiten Vorwurf, die Großhandelspreise hätten angezogen, sei E.ON selbst an erster Stelle mitverantwortlich. Denn die Großhandelspreise würden vor allem von dem Konzern mitbestimmt. Kaul setzte auf die im kommenden Jahr in Kraft tretende Preismissbrauchsnovelle, die solchen Erhöhungen einen Riegel vorschieben könnte.

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