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Teures Unternehmen: Die Autofahrer zahlen nach einer Studie viel zuviel angesichts dessen, was der Staat wirklich für die Straßen ausgibt.

Studie: Autofahrer zahlen viel zuviel für Straßennetz

Hamburg - Deutsche Autofahrer zahlen über Kfz- und Mineralölsteuer einem Bericht zufolge weit mehr, als der Staat für das Straßennetz ausgibt. Mehr als das Doppelte von dem, was tatsächlich an Kosten anfällt, wird demnach abkassiert.

Pkw-Fahrer decken die Kosten für die Straßen demnach zu 208 Prozent ab. Bei Autobahnen seien es sogar 415 Prozent. Das meldet die “Financial Times Deutschland“ unter Berufung auf eine ihr vorliegende Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im Auftrag des ADAC, des Bundesverbands der Deutschen Industrie und des Logistikverbands BGL.

Wie die “FTD“ weiter schreibt, wollen der ADAC und die beiden Wirtschaftsverbände mit dieser Studie nachweisen, dass Forderungen nach einer Pkw-Maut ungerechtfertigt seien. Schon heute würden die Autofahrer unverhältnismäßig stark zu den Infrastrukturkosten herangezogen.

Deutsche Lastwagen ab zwölf Tonnen Gesamtgewicht, die deshalb mautpflichtig sind, deckten ihre Wegekosten zu gut 200 Prozent. Die Spediteure zahlten also das Doppelte der Kosten. Auch ausländische Lkw trugen demnach 2007 stärker zu den Wegekosten bei als 1997, weil auch ihre Halter Maut zahlen müssen. Durch diese Straßenbenutzungsgebühr ist die gesamte Kostendeckung für Autobahnen um elf Prozentpunkte auf 282 Prozent gestiegen.

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Ein völlig anderes Bild ergibt sich laut “FTD“ für den Schienenverkehr: Hier seien 2007 im Durchschnitt nur 47 Prozent der Wegekosten von den Nutzern gedeckt worden. Im Personennahverkehr habe der Wert zwar bei 117 Prozent, im Personenverkehr aber nur bei 56 Prozent und im Güterverkehr bei elf Prozent gelegen.

apn

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