Hoffnung ruht auf Flüchtlingen

Studie: Bayern hat die zufriedensten Mittelständler

Stuttgart/München - Die bayerischen Mittelständler zeigen sich zum Start ins Jahr in guter Stimmung. 94 Prozent der Unternehmen seien zufrieden mit ihrer aktuellen Geschäftslage.

Das seien mehr zufriedene Mittelständler als in jedem anderen Bundesland, ergab das "Mittelstandsbarometer" der Beratungsfirma Ernst & Young, das am Dienstag veröffentlicht wurde. Gut ein Drittel der Unternehmen (37 Prozent) erhofften sich zudem für die kommenden Monate bessere Geschäfte. "Bayern weist damit das beste Geschäftsklima unter allen Bundesländern auf", hieß es in der Studie, für die bayernweit 551 Firmen gefragt wurden.Ebenfalls ein gutes Drittel der Firmen will angesichts der guten Lage in den kommenden Monaten zusätzliche Jobs schaffen, lediglich acht Prozent rechneten mit einem Stellenabbau, hieß es. Allerdings berichteten zwei von drei Mittelständlern von Problemen, geeignetes Personal zu finden. Bei jedem zweiten Unternehmen führt dies laut Befragung bereits zu Umsatzeinbußen.

Hoffnungen setzen die Firmen deshalb in die Flüchtlinge: Mehr als die Hälfte der Firmen (58 Prozent) geht davon aus, dass sie den Fachkräftemangel mildern könnten, 83 Prozent der Befragten würde Flüchtlinge auch gerne bei sich arbeiten lassen. Allerdings sehen die Mittelständler dafür auch hohe Hürden - darunter vor allem mangelnde Deutschkenntnisse, aber auch eine unklare Gesetzeslage während laufender Asylverfahren und eine fehlende Planungssicherheit, vor allem infolge der Gefahr einer möglichen Abschiebung.

dpa

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