Studie: Bayern weiter stark von Krise betroffen

München - Die stark exportorientierten Länder Bayern und Baden-Württemberg leiden nach einer Studie weiter überdurchschnittlich stark unter der Wirtschaftskrise.

Das ergab der “Krisenbetroffenheitsindex“, den die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) am Montag in München veröffentlichte. Demnach hat sich der Freistaat aber in den vergangenen Monaten zumindest wieder näher an den Bundesdurchschnitt herangearbeitet. “Bayern holt also auf“, erklärte der vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Innerhalb Bayerns Schwaben am stärksten betroffen

Vom zurückliegenden Aufschwung habe Bayern überdurchschnittlich profitiert, “wir werden folglich auch wieder schneller aus der aktuellen Krise herauskommen“. Generell zeige die Studie, dass Regionen mit hoher Industriedichte und hoher Exportquote die Krise besonders stark zu spüren bekommen. Innerhalb Bayerns sei Schwaben am stärksten betroffen, gefolgt von der Oberpfalz, Unterfranken, Niederbayern und Oberfranken. Die geringsten Auswirkungen der Krise seien in Oberbayern messbar, erklärte Brossardt. “Oberbayern nimmt im gesamten süddeutschen Raum eine Ausnahmestellung ein.“

Das liege an dem hohen Tourismus- und Dienstleistungsanteil in den ländlichen Regionen sowie an dem breiten Branchenmix in und um München, der auch derzeit weniger betroffene Sektoren wie etwa die Informations- und Biotechnologie umfasse. Der “Krisenbetroffenheitsindex“ wird vom Institut der Deutschen Wirtschaft (Köln) im Auftrag der vbw errechnet. Dabei fließen Daten zur Entwicklung am Arbeitsmarkt, zu Umsatz- und Exportentwicklungen in den Branchen sowie deren Beschäftigungsprognosen ein.

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