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15 Prozent der Kinder in Deutschland gelten als armutsgefährdet.

Studie: Jedes 6. deutsche Kind von Armut bedroht

Berlin - In Deutschland gibt es nicht nur immer weniger Kinder - der Nachwuchs ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes auch immer häufiger von Armut bedroht. Welche Kinder besonders gefährdet sind:

Jedes sechste Kind in Deutschland ist von Armut bedroht. Dies geht aus einem am Mittwoch vom Statistischen Bundesamt in Berlin vorgestellten Bericht über die Lebenslage von Kindern in der Bundesrepublik hervor. Danach gelten 15 Prozent der über 13 Millionen Kinder und Jugendlichen als armutsgefährdet. Das bedeutet, dass das Netto-Einkommen in ihrem Elternhaus unter dem Schwellwert von 11 151 Euro pro Jahr liegt.

Die meisten armutsgefährdeten Kinder leben in Haushalten von Alleinerziehenden. Mehr als jedes dritte Kind, dass nur von Mutter oder Vater betreut wird, gilt als armutsgefährdet.

Die schlechtesten Vorbilder für Kinder

Die schlechtesten Vorbilder für Kinder

Wie aus den Daten weiter hervor geht, wachsen in Deutschland gemessen an der Gesamtbevölkerung so wenig Kinder und Jugendliche auf, wie in keinem anderen Land Europas. Nur 16,5 Prozent der über 81 Millionen Menschen in der Bundesrepublik sind jünger als 18 Jahre.

Im Nachbarland Frankreich liegt der Anteil der Kinder und Jugendlichen an der Gesamtbevölkerung bei über 22 Prozent. Dort wird bereits seit den frühen 80er Jahren versucht, mit gezielter Familienpolitik die Geburtenrate zu steigern. Aber auch Großbritannien, die Niederlande sowie die skandinavischen Länder kommen auf einen Anteil von über 20 Prozent.

Die meisten Kinder und Jugendlichen leben in der Türkei. Fast jeder dritte (31,2 Prozent) der über 72 Millionen Türken ist laut der Übersicht jünger als 18 Jahre.

dpa

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