Diagnose da: So lange fehlt Müller dem FC Bayern

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Deutsche müssen wegen der großen Nachfrage aus dem Ausland lange auf ihre Autos warten.

Studie: Deutsche müssen lange auf Autos warten

Frankfurt - Deutsche Autokäufer müssen nach einer Studie länger auf ihre Neufahrzeuge warten, weil die Hersteller ihre Produktion lieber exportieren.

“Da ein ausreichendes Angebot auf den weltweit größten Märkten China und USA unabdingbar ist, um hier langfristig Marktanteile zu gewinnen, ist eine gewisse Bevorzugung dieser Länder nachvollziehbar“, sagte der Leiter des Automobilbereichs bei der Beratungsgesellschaft PwC, Felix Kuhnert, am Freitag in Frankfurt am Main. Der aktuelle Engpass in den Werken zwingt die Hersteller laut Kuhnert dazu, ihre Produktionskapazitäten auf bestimmte Märkte und Kundengruppen zu fokussieren. Der weltweite Autoboom führt derzeit zu ungewöhnlich langen Lieferfristen auf dem deutschen Markt.

Nach Berechnungen von PwC fehlen derzeit etwa 264.000 Pkw, zumeist Fahrzeuge mit bestimmten Motorenvarianten oder Extras wie Navigationssystemen, Automatik- oder Doppelkupplungsgetrieben. Kunden mit individuellen Sonderwünschen müssen laut PwC 13 Wochen bis zur Auslieferung warten. Bei einigen Modellen geben es sogar Lieferzeiten von bis zu sieben Monaten. Üblich waren bislang Lieferzeiten von acht Wochen. In Deutschland ist der Anteil an solchen speziell nach Kundenwunsch gebauten Fahrzeugen besonders hoch, insbesondere bei den Premiumherstellern (80 bis 85 Prozent), aber auch im Volumensegment (bis zu 60 Prozent), wie PwC mitteilte.

Zum Lieferengpass komme es, wenn Motorvarianten oder Sonderausstattungen sowohl in den für den boomenden Export bestimmten Fahrzeugen als auch in den individuell bestellten Fahrzeugen für den deutschen Markt eingebaut werden sollen. Die Lieferengpässe sind allerdings nicht nur auf die gestiegene Nachfrage, sondern auch die zögerliche Ausweitung der Kapazitäten zurückzuführen. “Die vorsichtigen Produktionsplanungen lassen vermuten, dass die Pkw-Hersteller noch immer an der Nachhaltigkeit des aktuellen Nachfrageaufschwungs zweifeln. Sie nehmen lieber längere Wartezeiten in Kauf, als möglicherweise übereilt in die Produktion zu investieren und damit erneut Überkapazitäten aufzubauen“, sagte Kuhnert.

dapd

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