Live-Ticker: Petry sorgt für Eklat auf AfD-Pressekonferenz

Live-Ticker: Petry sorgt für Eklat auf AfD-Pressekonferenz

Studie: Darum sparen die Deutschen trotz Krise

Frankfurt - Trotz der europäischen Schuldenkrise sparen die Deutschen weiter wie bisher. Wie in anderen Ländern auch gibt es ein bestimmtes Motiv, das die Bundesbürger anspornt, Geld zurückzulegen.

Die europäische Schuldenkrise lässt die deutschen Sparer weitgehend unbeeindruckt. Laut einer am Donnerstag veröffentlichten repräsentativen Studie im Auftrag der Direktbank ING-Diba erklärten nur 34 Prozent der Befragten in Deutschland, dass sie wegen der Krise weniger Geld beiseitelegten als vorher. 51 Prozent sparten nach eigenen Angaben unverändert, 15 Prozent sogar mehr als zuvor. Ähnliche geringe Veränderungen lassen sich in Europa nur noch in Österreich und Luxemburg beobachten, während in den südlichen Krisenländern wie Italien und Spanien fast zwei Drittel berichteten, dass sie weniger sparten als früher. Befragt wurden mehr als 18 000 Menschen in 19 Ländern.

Von den rund 1000 Deutschen gaben lediglich 9 Prozent an, von Arbeitslosigkeit oder Gehaltskürzungen betroffen zu sein. In keinem anderen Land war der Wert so niedrig. 32 Prozent der Bundesbürger machten die Inflation dafür verantwortlich, dass sich ihre finanzielle Situation zuletzt verschlechtert habe. In Frankreich (56 Prozent), Italien (55 Prozent) und der Slowakei (51 Prozent) klagten mehr als die Hälfte der Leute über galoppierende Preise. Arbeitslosigkeit trifft nach eigener Aussage insbesondere Spanier und Rumänen.

Wie in vielen anderen Ländern ist auch in Deutschland die Vorsorge für unerwartete Notfälle wichtigstes Sparmotiv. 62 Prozent nannten dies als Grund für ihre Rücklagen. Auch größere Anschaffungen wie Autos oder Elektrogeräte werden häufig aus dem Ersparten bestritten. „Die Deutschen hüten ihre Ersparnisse wie einen Augapfel. Ersparnisse werden nicht schnell verprasst, sondern liegen auf der hohen Kante für schlechte Zeiten“, sagt Diba-Chefvolkswirt Carsten Brzeski. Dazu passt, dass 32 Prozent ihr Erspartes in den kommenden zwölf Monaten nicht anrühren wollen. Immerhin 14 Prozent berichteten, am Monatsende gar nichts sparen zu können.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Wahlausgang wirft Anleger nicht aus der Bahn
Frankfurt/Main (dpa) - Mit leichten Kursabschlägen hat der deutsche Aktienmarkt auf die hohen Verluste der großen Koalition und den Erfolg der AfD bei der Bundestagswahl …
Wahlausgang wirft Anleger nicht aus der Bahn
Mehrheit für Stopp des bundesweit größten Outlet-Centers
Duisburg (dpa) - Beim Bürgerentscheid über ein neues Designer Outlet Center (DOC) in Duisburg hat eine knappe Mehrheit der Wähler für den Stopp des riesigen …
Mehrheit für Stopp des bundesweit größten Outlet-Centers
Unilever kauft südkoreanischen Kosmetikhersteller
Seoul (dpa) - Der niederländisch-britische Konsumgüterkonzern Unilever verstärkt sein Kosmetikgeschäft mit einem Zukauf. Wie der Dove- und Axe-Hersteller mitteilte, …
Unilever kauft südkoreanischen Kosmetikhersteller
Air Berlin lässt an diesem Montag wieder Flüge ausfallen
Bei der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin fallen am Montag erneut Flüge aus. Lesen Sie hier, welche Flughäfen betroffen sind und was Air Berlin für heute …
Air Berlin lässt an diesem Montag wieder Flüge ausfallen

Kommentare