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Nach Einschätzungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung droht Deutschland ein einmaliges Schrumpfen der Wirtschaft.

Einzigartige Rezession in Deutschland befürchtet

Berlin - Deutschland rutscht nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) stärker in die Rezession als bislang erwartet. Nach den jüngsten Daten sei ein Rückgang der Jahreswirtschaftsleistung um mehr als drei Prozent wahrscheinlich.

“Ein derart kräftiger Rückgang der ökonomischen Aktivität wäre in der west- beziehungsweise gesamtdeutschen Nachkriegsgeschichte bislang einmalig“, sagte DIW-Konjunkturexperte Stefan Kooths am Montag. Für das erste Quartal rechnet das DIW sogar mit einem Schrumpfen der Wirtschaftsleistung um 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Mitte Januar war das Berliner Institut noch von einem Rückgang um 0,8 Prozent ausgegangen.

Getrieben werde die Abwärtsentwicklung von der “ungewöhnlich starken Abkühlung“ im Produzierenden Gewerbe, die auch auf die unternehmensnahen Dienstleister abstrahle. Die übrigen Dienstleistungen seien aber bislang weniger stark betroffen, da sie von der stabileren Entwicklung des privaten Verbrauchs profitierten. Auch für den Bausektor erwartet das DIW einen weniger starken Rückgang als im verarbeitenden Gewerbe.

Die staatlichen Konjunkturprogramme könnten ein Überspringen des Abschwungs auf die konsumnahen Bereiche allerdings nur dämpfen. “Ein Ersatz für die derzeit abrupt wegbrechende Nachfrage nach Investitionsgütern ist damit aber nicht zu schaffen“, betonte Kooths.

dpa

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