Große Studie

Osten braucht eine Billion Euro für Aufholprozess

Erfurt - Damit der Osten bei der Wirtschaftskraft mit dem Westen Deutschlands gleichzieht, sind laut einer Studie bis 2030 Investitionen von mehr als einer Billion Euro nötig.

Die Angleichung der Wirtschaftskraft sei möglich, wenn der politische Wille und ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stünden, zitierte das „Handelsblatt“ am Montag die Autoren der Studie. Sie wurde im Auftrag von Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) von der Unternehmensberatung Roland Berger erarbeitet.

Das bisher nur in Auszügen vorliegende Papier untersucht die Ergebnisse von 22 Jahren „Aufbau Ost“, die Machnig als „Erfolgsgeschichte“ bezeichnete. Seit einigen Jahren stagniere jedoch die wirtschaftliche Angleichung an die westdeutschen Länder. Der „traditionelle Aufbau Ost“ habe sich offenbar als wirtschaftlicher Impulsgeber erschöpft, erklärte Machnig. Es müsse an neuen Strategien gearbeitet werden.

Der Chef der Unternehmensberatung, Martin Wittig, forderte nach dem Zeitungsbericht eine gemeinsame Anstrengung aller Länder: „Dann ist es realistisch, dass der Aufholprozess im Jahr 2030 abgeschlossen werden kann.“ Der Osten brauche zudem eine konkreter definierte Industriepolitik und müsse alle Kräfte bündeln - gleich, ob es um Forschung oder Fachkräftesicherung gehe. Die bestehende Kapitallücke des Ostens ist mit etwa 20 Prozent ist laut Studie weiterhin erheblich.

dpa

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