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Die Wirtschaftskrise macht sich mit Verzögerung in der Lohntüte bemerkbar: Die Einkommen steigen nicht mehr so stark an.

Studie: Tarif-Einkommen steigen nicht mehr so stark

Düsseldorf - Die Löhne und Gehälter steigen einer Studie zufolge 2010 deutlich geringer als in den Vorjahren. Die Wirtschaftskrise macht sich mit Verzögerung in der Lohntüte bemerkbar.

Das WSI-Tarifarchiv erwartet für die insgesamt 14 Millionen Beschäftigten, die in diesem Jahr in den Genuss einer Tariferhöhung kommen, ein durchschnittliches Plus von 1,7 Prozent. 2009 betrug der Zuwachs 2,6 Prozent nach 2,9 Prozent 2008 und 2,2 Prozent im Jahr 2007, teilte das WSI-Tarifarchiv der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung am Donnerstag in Düsseldorf mit.

In die Durchschnittswerte gingen aktuelle Tarifstufen mit ein, die bereits vor längerer Zeit bei Abschlüssen vereinbart wurden. Die neuen, in diesem Jahr vereinbarten Tarifabschlüsse für bundesweit insgesamt 7,1 Millionen Beschäftigte würden einen durchschnittlichen Zuwachs von 1,2 Prozent für 2010 ergeben.

In vielen Bereichen seien dauerhafte Anhebungen verschoben und für die ersten Monate der Laufzeit nur Pauschalzahlungen vereinbart worden. “Die Wirtschaftskrise hinterlässt mit einer zeitlichen Verzögerung ihre Bremsspuren in der Tarifpolitik“, sagte der Leiter des Archivs, Reinhard Bispinck. Vor allem in der Industrie sei die Beschäftigungssicherung ein Schwerpunkt der Tarifrunden gewesen.

dpa

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