+
Fein hört mit: auch im Büro.

Studie: Wirtschaftsspionage in jeder zweiten Firma

München - Bayerns Verfassungsschutzchef Burkhard Körner hat die Unternehmen des Freistaats vor Wirtschaftsspionage gewarnt. Er beruft sich auf eine bisher unveröffentlichte Studie seiner Behörde aus dem Jahr 2008.

“Wir denken, dass etwa 50 Prozent aller bayerischen High-Tech-Unternehmen schon einmal Opfer entsprechender Attacken geworden sind“, sagte er dem Nachrichtenmagazin “Focus“. Dafür waren 450 vorwiegend klein- und mittelständische Unternehmen aus Bayern anonym befragt worden. “Es stellte sich heraus, dass 27 Prozent der Firmen in den vergangenen Jahren schon einmal ausspioniert worden waren.“ Größere Firmen schützten sich eher vor Spähangriffen, weniger als zehn Prozent von ihnen seien daher von Spionage betroffen gewesen. Die Schäden hätten je nach Fall zwischen 10 000 und 2 Millionen Euro gelegen.

Körner glaubt dem Bericht zufolge, dass der tatsächliche Anteil der geschädigten Firmen weitaus höher ist: “Wir haben es mit einem doppelten Dunkelfeld zu tun: Zum einen bemerken viele Firmen gar nicht, dass sie ausspioniert werden. Und wenn sie es bemerken, scheuen sich viele Betriebe, die Sicherheitsbehörden einzuschalten.“ Die meisten Fälle von Wirtschaftsspionage - etwa 70 Prozent - seien auf das Fehlverhalten eigener Mitarbeiter zurückzuführen. “In der Regel entstehen Schäden durch Nachlässigkeit, durch Vergesslichkeit, durch Geschwätzigkeit“, sagte Körner.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Analyse: Viele Haushalte mussten mehr heizen
Eschborn (dpa) - Wegen der kühlen Witterung in den Wintermonaten des Jahres 2016 mussten viele Haushalte in Mehrfamilienhäusern laut einer Analyse mehr heizen als im …
Analyse: Viele Haushalte mussten mehr heizen
Stromnetz nicht vorbereitet für Ausbreitung von E-Autos
Der Bund erwartet eine EU-Quote für Elektroautos - doch das ächzende deutsche Stromnetz ist auf eine massenhafte Verbreitung von E-Mobilen gar nicht vorbereitet. Eng …
Stromnetz nicht vorbereitet für Ausbreitung von E-Autos
Dobrindt wirbt für Umtauschprämien der Autobauer
Damit die Luft in Städten besser wird, sollen alte Diesel runter von der Straße - das war ein Ergebnis des Dieselgipfels. Autobauer bieten Prämien für Kunden, die sich …
Dobrindt wirbt für Umtauschprämien der Autobauer
Machnig zu Wöhrl-Angebot: Air Berlin braucht mehrere Partner
Der Bund hält nichts von einer Komplett-Übernahme der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin durch den Nürnberger Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl.
Machnig zu Wöhrl-Angebot: Air Berlin braucht mehrere Partner

Kommentare