Studium ist bester Schutz vor Arbeitslosigkeit

Nürnberg - Wer sich vor Arbeitslosigkeit schützen will, sollte unbedingt ein Studium abschließen. Laut Erkenntnissen von Forschern verlieren Akademiker weitaus seltener ihren Job als andere Beschäftigte.

Ein Uni- oder Fachhochschulstudium ist nach Erkenntnissen von Forschern weiterhin der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit. 2012 waren lediglich 2,5 Prozent aller Akademiker erwerbslos, wie aus einer am Montag veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg hervorgeht. Dagegen lag die Arbeitslosenquote bei Männern und Frauen ohne Berufsabschluss bei 19 Prozent.

Die Unterschiede zwischen Ost und West waren deutlich: Während 2012 im Westen 17,3 Prozent der Ungelernten keine Arbeit hatten, waren es im Osten Deutschlands sogar 30 Prozent. Dagegen hatte die Akademiker-Arbeitslosigkeit im Osten nur bei 4,1 Prozent gelegen.

Für Beschäftigte mit einer Lehre oder einem Fachschulabschluss ist das Risiko, arbeitslos zu werden, ähnlich gering: Bundesweit waren im Vorjahr nur fünf Prozent von ihnen ohne Job. Im Westen lag die Quote bei 3,9 Prozent, im Osten bei 8,7 Prozent. Diese Zahlen machen nach Einschätzung der Denkfabrik der Bundesagentur für Arbeit (BA) deutlich, wie wichtig eine gute Berufsausbildung sei. Arbeitsmarktforscher Enzo Weber geht davon aus, dass die Jobchancen von gering qualifizierten Männern und Frauen in Zukunft eher noch sinken werden.

dpa

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