Stühlerücken beim Maschinenbauer IWKA

- Karlsruhe - Bei der außerordentlichen Hauptversammlung des in die Verlustzone geratenen Maschinen- und Anlagenbauers IWKA gibt es am Mittwoch (9. November) ein großes Stühlerücken im Aufsichtsrat. Sechs neue Vertreter der Anteilseigner müssen gewählt werden. Nach dem vom US-Großaktionär Guy Wyser-Pratte Anfang Juni erzwungenen Rücktritt des ehemaligen Vorstandschefs Hans Fahr hatten Ende Juli die sechs bisherigen Aufsichtsratsvertreter der Anteilseigner ihren Rückzug angekündigt. Befürchtungen, er wolle den IWKA-Konzern zerschlagen, hat Wyser-Pratte als "absoluten Unsinn" zurückgewiesen.

In der außerordentlichen HV in Karlsruhe erwarten die Aktionäre vom neuen IWKA-Vorstandschef Wolfgang-Dietrich Hein Auskunft über den künftigen Kurs des Mischkonzerns, der in den Bereichen Automobil-, Verpackungs- und Robotertechnik tätig ist. Der Sparkurs der Autoindustrie hat dem Konzern im zweiten Quartal rote Zahlen beschert. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) fiel ein Minus von 2,1 Millionen Euro an. Im Vorjahr gab es noch ein Plus von 31,3 Millionen Euro. Für das dritte Quartal schließen Banken-Experten sogar einen Verlust von zehn Millionen Euro nicht aus. IWKA-Sprecher Gert Butter wollte sich dazu nicht äußern.

Das von der IWKA-Führung eingeleitete Sanierungsprogramm trifft unter anderem auch die Tochter Ex-Cell-O. Der in Eislingen (Kreis Göppingen) ansässige Werkzeugmaschinenhersteller soll noch im laufenden Geschäftsjahr verkauft werden. Insider gehen davon aus, dass die IWKA beim Verkauf kein Geld bekommt, sondern sogar draufzahlen muss.

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