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Zwei ehemalige griechische Siemens-Manager sind auf der Flucht und werden mit Haftbefehl gesucht.

Suche nach flüchtigen Siemens-Managern

München - Im Siemens-Schmiergeldskandal fahnden die deutschen Behörden nach zwei griechischen Ex-Managern des Konzerns, die sich nach Deutschland abgesetzt haben sollen.

Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft München am Mittwoch mit. Es handelt sich um den ehemaligen Siemens-Landeschef in Griechenland, Michael Christoforakos, sowie den früheren Finanzchef von Siemens in Griechenland, Christos Karavelas. Gegen beide liegen internationale Haftbefehle vor.

Falls die Männer gefasst werden, müsste das Oberlandesgericht über eine mögliche Auslieferung entscheiden, sagte Oberstaatsanwalt Joachim Ettenhofer. Das Verschwinden der beiden Ex-Manager hatte in den vergangenen Tagen in Griechenland hohe Wellen geschlagen. Den griechischen Behörden lägen Hinweise vor, wonach sich Christoforakos in München aufhalten solle, erklärte die Generalstaatsanwaltschaft. Ihm werde die Bestechung von Mitarbeitern der griechischen Fernmeldeorganisation O.T.E. zur Last gelegt. Die Vorwürfe gegen Christoforakos erfüllten die Straftatbestände der Korruption und der Geldwäsche.

Frau und Kinder festgenommen

Da der frühere Manager neben der griechischen auch die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, hatte die Generalstaatsanwaltschaft München ergänzende Informationen für das Auslieferungsverfahren und zur Unterbrechung der Verjährung angefordert. Auch von Karavelas vermuten die griechischen Behörden, dass er nach München geflüchtet ist. Am Vortag waren nach griechischen Rundfunkberichten dessen Frau und die drei erwachsenen Töchter wegen des Vorwurfs der Geldwäsche festgenommen worden.

Karavelas soll rund vier Millionen US-Dollar nach Uruguay transferiert haben. Seine Frau und Töchter sollen Mitinhaberinnen von Konten sein, von denen das Geld aus Griechenland über weitere Firmen nach Uruguay floss. Siemens hatte sich von Christoforakos und anderen Ex-Managern 2007 getrennt. Ihm und weiteren 33 Personen, darunter auch ein ehemaliger deutscher Top-Manager des Konzerns, wird unter anderem Bestechung vorgeworfen.

In dem Schmiergeld-Skandal geht es um dubiose Zahlungen von 1,3 Milliarden Euro, die im Ausland zur Erlangung von Aufträgen eingesetzt worden sein sollen.

dpa

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