Suche nach dem "Erfolgsfaktor Familie"

- Berlin - Deutschland hat die niedrigste Geburtenrate in der Europäischen Union. Mit einem Unternehmenswettbewerb wollen sich jetzt Politik und Wirtschaft für ein familienfreundlicheres Klima einsetzen. In Berlin starteten Familienministerin Renate Schmidt und Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt den Wettbewerb "Erfolgsfaktor Familie 2005".

<P>Ziel ist es, die bundesweit familienfreundlichsten Betriebe auszuzeichnen. "Wenn wir Wohlstand und Wachstum langfristig sichern wollen, müssen wir familienfreundlichere Strukturen schaffen", sagte Familienministerin Renate Schmidt. Entsprechende Investitionen würden sich auch für die Betriebe rechnen: "Wenn Väter und Mütter Beruf und Familie verbinden können, steigert das die Motivation, spart Kosten für Einarbeitung und lässt den Krankenstand sinken", betonte Schmidt. So habe eine Studie gezeigt, dass sich beispielsweise flexiblere Arbeitszeiten oder ein Tagesmütterdienst mit einer Rendite von bis zu 25 Prozent rechnen. Dass sich Familienfreundlichkeit auszahlt, betonte auch Hundt: "Familien sind ein stabilisierendes Element."<BR><BR>Angesichts verstärkten Fachkräftemangels werde es für die Unternehmen immer wichtiger, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten. "Vor allem das Potenzial hoch gebildeter Mütter wird nicht ausgeschöpft." Gleichzeitig nahm Hundt aber auch den Staat in die Pflicht: "Wir brauchen dringend mehr Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren."<BR><BR>Die Bewerbungsfrist für den Wettbewerb läuft bis 15. Dezember. Teilnehmen können alle Unternehmen mit Sitz in Deutschland. Die Preise von je 10 000 Euro in drei Kategorien - bis 50 Mitarbeiter, bis 500 und über 500 Mitarbeiter - sollen im Frühjahr von Kanzler Schröder überreicht werden.</P>

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