Süd-Chemie glänzt mit satten Gewinnen

- München - Gute Geschäfte mit Katalysatoren und eine Nachfragebelebung bei Gießereiprodukten haben der Süd-Chemie im ersten Halbjahr zu einem deutlichen Umsatzanstieg verholfen. Die Erlöse seien gegenüber dem Vorjahreszeitraum um zehn Prozent auf 464,1 Millionen Euro gestiegen, teilte das Unternehmen in München mit. Das Ergebnis nach Steuern konnte der Konzern auch dank einer besseren Kapazitätsauslastung sowie eines Programms zur Effizienzsteigerung um 44 Prozent auf 10,1 Millionen Euro anheben.

Auch für das Gesamtjahr zeigte sich das Unternehmen, für das die US-Investmentgesellschaft One Equity Partners (OEP) ein Übernahmeangebot abgegeben hat, optimistisch. Die Erlöse sollen 2005 von 862 Millionen Euro im Vorjahr auf über 900 Millionen Euro anwachsen. Die Marke von einer Milliarde Euro Umsatz will der Konzern dann bis 2007 erreichen, bis 2010 plane man 1,2 Milliarden Euro Umsatz, hieß es. Für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern, das sich 2004 auf 51 Millionen Euro belief, peilt die Süd-Chemie in diesem Jahr einen rund 20-prozentigen Anstieg an.

Künftig will sich das Unternehmen noch stärker auf ertrags- und wachstumsstarke Kerngeschäftsfelder konzentrieren. Dabei werde man sich von Geschäftsfeldern trennen, in denen auf absehbare Zeit keine weltmarktführende Position erreichbar sei, kündigte Süd-Chemie an. Zu Details wollte sich ein Unternehmenssprecher nicht äußern und erklärte lediglich: "Wir sind in Gesprächen."

OEP hatte 35 Euro je Süd-Chemie-Aktie geboten und strebt die einfache Mehrheit an dem Unternehmen an. Falls das Angebot nicht noch geändert werde, laufe die Offerte noch bis zum 26. August, sagte der Süd-Chemie-Sprecher. Gestern notierte die Süd-Chemie-Aktie bei 44 Euro. Vorstand und Aufsichtsrat hatten die OEP-Offerte als "aus finanzieller Sicht nicht angemessen" bezeichnet und den Aktionären empfohlen, sie abzulehnen.

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