"Süddeutsche": Ehemalige Siemens-Vorstände sollen privat haften

München - Im Schmiergeld-Skandal bei Siemens will der Elektrokonzern nach einem Zeitungsbericht auch das Privatvermögen von ehemaligen Vorstandsmitgliedern belangen. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwoch) sollen die früheren Top-Manager, von denen Siemens nun Schadensersatz verlangt, mit ihrem eigenen Vermögen bis in Millionenhöhe haften.

Darüber sei man sei im Aufsichtsrat einig, berichtete das Blatt unter Berufung auf Konzernkreise. Die Forderungen richten sich auch gegen die ehemaligen Vorstandschefs Heinrich von Pierer und Klaus Kleinfeld.

"Wer Schäden in Milliardenhöhe zu verantworten hat, darf nicht mit einer symbolischen Strafe davonkommen", zitiert die Zeitung aus dem Kontrollgremium. Im Aufsichtsrat gehe man davon aus, dass die für das Top-Management abgeschlossene Haftplichtversicherung bei der Allianz und zwei weiteren Assekuranz-Unternehmen in Höhe von 250 Millionen Euro womöglich nicht greifen werde. Die Allianz werde einwenden, die Ex-Vorstände hätten ihre Pflichten grob fahrlässig verletzt.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Gute Bezahlung ist den Deutschen im Job am wichtigsten
Wie gut ein Arbeitgeber bewertet wird, darüber entscheiden einer Umfrage zufolge vor allem Vergütung und Jobsicherheit. Karrierechancen oder die Vereinbarkeit von …
Gute Bezahlung ist den Deutschen im Job am wichtigsten
Fehler bei Wartungsarbeiten: Commerzbank-Geldkarten gestört
Frankfurt/Main (dpa) - Kunden der Commerzbank und ihrer Tochter Comdirect haben am Samstag über Stunden hinweg ihre Geldkarten nicht benutzen können. Ursache dafür waren …
Fehler bei Wartungsarbeiten: Commerzbank-Geldkarten gestört
Bankenverband rechnet mit Tausenden neuen Jobs in Frankfurt
Berlin (dpa) - Der Verband der Auslandsbanken rechnet wegen des Austritts Großbritanniens aus der EU mit Tausenden neuen Stellen am Finanzplatz Frankfurt.
Bankenverband rechnet mit Tausenden neuen Jobs in Frankfurt
Auch Unschuldige auf "schwarzer Liste" der Finanzindustrie?
Banken dürfen keine Geschäfte mit Terroristen oder Geldwäschern machen. Für Informationen nutzen sie Datenbanken wie World-Check. Doch die soll auch Unbescholtene als …
Auch Unschuldige auf "schwarzer Liste" der Finanzindustrie?

Kommentare