Ab in den Süden - aber erst sollte richtig vorgesorgt werden

- Die Deutschen sind ein reiselustiges Volk: Rund 50 Milliarden Euro geben sie jedes Jahr für Urlaubsreisen aus. Der überwiegende Teil, gut zwei Drittel, reist ins Ausland. Damit die Reise ein Erfolg wird, bedarf es sorgsamer Vorbereitung. Vor allem Fernreisende sollten ihre Urlaubsplanungen rechtzeitig beginnen.

<P>Visum</P><P>Wer ins Ausland reist, sollte sich sechs bis acht Wochen vorher informieren, ob für das betreffende Urlaubsland Visapflicht besteht. Informationen dazu bieten das Reisebüro, der Reiseveranstalter sowie die zuständigen Behörden. Umfassende Aufklärung erhalten Touristen beim Auswärtigen Amt. Am Telefon (030 / 5000 2000) erteilt der Bürgerservice der Behörde Auskunft über entsprechende Anfragen. Einen guten und schnellen Überblick bietet auch die gleichlautende Homepage. </P><P>Unter www.auswaertiges-amt.de sind Einreise- und Visummodalitäten für jedes Reiseland nachzulesen. Dort erfährt der Urlauber zum Beispiel, ob er für die Einreise ein Visum benötigt oder ob Reisepass bzw. Personalausweis genügen und welche Dokumente mitreisende Kinder besitzen müssen. Ferner findet man Zollbestimmungen, aktuelle Reisewarnungen und Sicherheitshinweise sowie Adressen der deutschen Botschaften und Konsulate im Ausland.<BR><BR>Gesundheitsvorsorge</P><P>Bei Reisen in ein exotisches Land sollte man sich vorab gründlich über die Gefahrensituation sowie die klimatischen und hygienischen Bedingungen informieren. Schwangere und chronisch Kranke sollten umfangreiche Vorsorgemaßnahmen treffen, damit sie den Urlaub unbeschwert genießen können. Grundsätzlich ist bei Reisen in andere Klimazonen die Konsultation des Hausarztes anzuraten. In vielen Fällen empfiehlt es sich, bestehenden Impfschutz aufzufrischen oder gezielt Impfungen durchführen zu lassen. Das Tropenmedizinische Institut Hamburg gibt unter der Rufnummer 040 / 428 18 800 bzw. im Internet unter www.gesundes-reisen.de medizinischen Rat und Impftipps für Touristen. Man erhält Infos über mögliche Infektionsrisiken sowie spezielle Reise- und Tropenkrankheiten wie Malaria oder Gelbfieber.<BR><BR>Auslandskrankenschein</P><P>Bei Reisen ins Ausland gehört der Auslandskrankenschein zu den Reiseutensilien. Bei vielen Krankenkassen lassen sich diese Scheine inzwischen im Internet ausdrucken, ansonsten genügt ein Anruf bei der Kasse. In manchen Ländern wie Österreich oder Italien muss man die Krankenscheine vorab gegen so genannte Berechtigungsscheine bei örtlichen Krankenkassen umtauschen, in anderen Ländern akzeptieren Ärzte die deutschen Scheine. Manchmal verlangen die Ärzte zwar trotzdem Vorkasse, aber gegen Vorlage von Belegen erstattet die heimische Krankenkasse einen Gutteil der Kosten.<BR><BR>Reise-Versicherung</P><P>Bei Reisen über die Grenze ist eine Auslandsreise-Krankenversicherung vor allem für gesetzlich Krankenversicherte ein absolutes Muss. In Ländern, mit denen kein Sozialversicherungsabkommen besteht, dazu gehören in der Regel alle außereuropäischen Länder, aber auch Zypern und einige osteuropäische Staaten, ist man Privatpatient und muss die Kosten selbst tragen. Dabei ist zu beachten: Kosten für einen Krankenrücktransport zahlen Krankenkassen grundsätzlich nicht, unabhängig vom Land. Das trifft auch auf einige private Kassen zu. Gerade hier können rasch 10 000 Euro und mehr auf der Rechnung stehen.<BR><BR>Mit einer privaten Auslandsreise-Krankenversicherung besitzt man weltweit Schutz, der medizinisch notwendige Rücktransport ist inbegriffen. Jahresverträge kosten pro Person rund zehn Euro, Familien zahlen das Doppelte. Wichtig: Die Originalbelege der Behandlungskosten sollten gut aufgehoben werden.<BR></P>

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