Südfleisch bestätigt: Sovion steigt ein

- München - Der niederländische Fleischkonzern Sovion (früher Bestmeat) will nun auch offiziell Südfleisch übernehmen. Die an Südfleisch beteiligten Viehvermarktungsgenossenschaften wollten eine strategische Allianz mit dem Unternehmen eingehen, teilte die Südfleisch Holding AG mit. Sie bestätigte damit einen Bericht unserer Zeitung vom 10. August.

Sovion soll in einem ersten Schritt 60 Prozent der Anteile und langfristig sogar alle Aktien übernehmen. Die Niederländer hatten bereits den Fleischkonzern Moksel gekauft. Weil beide Unternehmen nun nicht mehr in Konkurrenz stehen, werden vor allem in Niederbayern und der Oberpfalz einige nicht ausgelastete Schlachthöfe voraussichtlich geschlossen. Die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten rechnet mit dem Verlust von rund 500 Arbeitsplätzen, sieht aber keine andere Lösung, mit der das Unternehmen aus eigener Kraft die angespannte Lage bewältigen könne. Sie hofft nun auf den Erhalt möglichst vieler zukunftsfähiger Arbeitsplätze.

Der Verkauf wurde vor allem von der DZ-Bank vorangetrieben, die mit 5,57 Prozent nur ein vergleichsweise kleiner Anteilseigner, aber gleichzeitig der wichtigste Gläubiger von Südfleisch ist.

Das Unternehmen gehört bislang vor allem den Viehvermarktungsgenossenschaften Nordbayern, Niederbayern und Oberbayern-Schwaben, die jeweils rund ein Viertel halten. Den Rest der Anteile halten andere landwirtschaftliche Vereinigungen.

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