Abgasskandal

Südkorea kündigt Klage gegen VW-Manager an

Seoul - Der vom verantwortlichen VW-Manager vorgelegte Plan zum Rückruf der vom Abgasskandal betroffenen Dieselfahrzeuge sei "nicht akzeptabel", teilte das Umweltministerium am Dienstag mit.

Südkorea hat eine Klage gegen den verantwortlichen VW-Manager im Land angekündigt. Der von ihm vorgelegte Plan zum Rückruf der vom Abgasskandal betroffenen Dieselfahrzeuge sei "nicht akzeptabel", teilte das Umweltministerium am Dienstag mit. Es fehlten wichtige Informationen, wie etwa die, wie genau das Problem der zu hohen Abgaswerte behoben werden solle. Auch die US-Umweltbehörden hatten den ursprünglichen Rückrufplan von VW zurückgewiesen. 

In Südkorea sind rund 125.500 Dieselautos von VW mit einer Software ausgestattet, die Abgaswerte als zu niedrig ausweisen kann. Die Regierung ordnete die Rückrufaktion an und verhängte zudem eine Strafe von umgerechnet etwa 11,6 Millionen Euro. Ein Sprecher von Volkswagen Südkorea kündigte einen überarbeiteten Rückruf-Plan an, der den Anforderungen des Umweltministeriums genüge. Die Klage gegen den Manager wollte er nicht kommentieren. 

Volkswagen hatte im September nach US-Ermittlungen zugeben müssen, dass weltweit bei rund elf Millionen Dieselfahrzeugen Software eingesetzt war, welche die Abgaswerte als zu niedrig auswies. In Südkorea sind rund 70 Prozent der importierten Autos Dieselfahrzeuge.

afp

Rubriklistenbild: © dpa

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