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Gummibärchen, Schokolade & Co. werden 2010 teurer - dafür gibt es bald Schokolade zum Inhalieren.

Süßigkeiten werden 2010 teurer

Köln - 2010 werden Süßigkeiten teuerer, denn Spekulanten treiben den Kakaopreis in die Höhe und der Süßwarenhandel kämpft mit Umsatzrückgängen. Doch es besteht noch Hoffnung für alle Zucker-Junkies.

Verbraucher müssen sich in diesem Jahr auf höhere Preise bei Süßigkeiten einstellen. Grund dafür sind “deutlich höhere Preisschwankungen“ im Einkauf.

Die müssten laut Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbands HDE, an die Verbraucher weitergegeben werden.

Spekulanten treiben Kakaopreis in die Höhe

Genauere Angaben dazu wollte er nicht machen. Eine Ursache für den Kostendruck seien gestiegene Rohstoffpreise, vor allem bei Kakao.

Der Kakaopreis sei von Spekulanten inzwischen auf ein Hoch von 2.600 Euro pro Tonne getrieben worden, erklärte Bachmüller.

Süßwarenhandel und -industrie mussten 2009 leichte Umsatzrückgänge hinnehmen. Eine Belebung des Geschäfts erwartet die Branche von der Internationalen Süßwarenmesse (ISM), die an diesem Sonntag in Köln beginnt.

Schokolade zum Inhalieren und "Anti-Stress-Pralinen"

Zu den Neuheiten zählen den Angaben zufolge Schokolade zum Inhalieren, “Anti-Stress-Pralinen“ mit reinen Naturölen wie Pfefferminze oder süße Sushies mit belgischer Schokolade und Ingwergeschmack.

Verbraucher greifen in wirtschaftlich schweren Zeiten eher zu Salzstangen und Chips als zu Schokolade und Keksen.

Der Trend, sich in Krisenzeiten zu Hause einzuigeln, sei vor allem den Knabberartikeln zu Gute gekommen, sagte Tobias Bachmüller, Vize-Vorsitzender des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI), am Dienstag in Köln.

Umsatzrückgang vor allem bei Schokolade

Demnach schnellte der Pro-Kopf-Verbrauch von Knabberartikeln im Jahr 2009 um 11,8 Prozent nach oben. An Schokolade und feinen Backwaren verzehrten die Bundesbürger dagegen rund 3,5 Prozent weniger.

Insgesamt ging die Produktion von Süßwaren 2009 nach den Schätzungen des BDSI um 2,3 Prozent auf 3,57 Millionen Tonnen zurück. Der Umsatz sank um 0,6 Prozent auf 12,2 Milliarden Euro.

ap

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