Süßwarenanbieter erwarten Umsatzplus

München - Nach einem teils kräftigen Preisanstieg bei Plätzchen und Schokolade erwarten die deutschen Süßwaren-Anbieter in diesem Jahr weiter steigende Umsätze.

Ziel der Unternehmen sei, bei einem etwa gleichbleibenden Absatz die Erlöse in diesem Jahr um zwei bis drei Prozent zu steigern, sagte der Geschäftsführer des Süßwarenhandelsverbandes Sweets Global Network, Hans Strohmaier. "Die größte Sorge der Anbieter ist, wie sich die Rohstoffpreise weiter entwickeln." In den vergangenen Monaten hätten sich einzelne Positionen um bis zu 60 Prozent verteuert. Ein weiterer Rohstoff-Preisanstieg würde sich nur schwer über eine baldige weitere Preisrunde an die Verbraucher weitergeben lassen, sagte Strohmaier.

Vor allem bei Dauerbackwaren wie Kekse, Fertigkuchen und Salzstangen, für die unter anderem viel Getreide und Butter verwendet wird, müssen die Verbraucher tiefer in die Tasche greifen. "Hier haben die Hersteller die notwendigen Preiserhöhungen zwischen fünf und zehn Prozent durchsetzen können", erklärte Strohmaier. Etwas weniger stark hätten bisher die Schokolade-Preise angezogen. Allerdings könnten sich angesichts der zunehmenden Nachfrage aus Asien nach dem Rohstoff Kakao Branchenschätzungen zufolge auch Schokolade und Pralinen künftig weiter verteuern.

Positive Impulse für die Branche sollen sportliche Höhepunkte wie die Fußball-Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz bringen, die vor allem die Nachfrage nach salzigen Snacks anheizen dürften.

Bereits in den ersten beiden Monaten 2008 hätten die Anbieter angesichts der Preissteigerungen ein deutliches Erlösplus um 3 Prozent auf 1,334 Milliarden Euro verbucht, sagte Strohmaier. So habe man den leichten Absatzrückgang um 0,7 Prozent auf insgesamt 225 113 Tonnen mehr als ausgleichen können, wie aktuelle Daten des Marktforschungsinstituts IRI belegten.

Der leichte Absatzrückgang in den ersten beiden Monaten sorge noch nicht für Unruhe in der Branche, sagte Strohmaier. Bisher gehe man noch davon aus, dass die Kunden den Preisanstieg akzeptieren.

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