Schadenersatz-Kaskaden

Suezkanal: Containerschiff „Ever Given“ wieder flott - Jetzt wird es für die Versicherer richtig teuer

  • Franziska Schwarz
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    Markus Hofstetter
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Der Stau im Suez-Kanal löst sich langsam auf. Doch jetzt geht es für die Versicherungsbranche ans Eingemachte und die Kanalbehörde stellt Forderungen.

  • Ein 400 Meter langer und über 220.000 Tonnen schwerer Frachter war tagelang im Suezkanal auf Grund gelaufen (siehe Erstmeldung).
  • Am Montagnachmittag war das riesige Container-Schiff wieder fahrbereit (siehe Update vom 29. März, 15.31 Uhr).
  • Jetzt drohen Schadenersatz-Ansprüche in Milliardenhöhe (siehe Update vom 30. März, 14.22 Uhr).
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Update vom 2. April, 22.34 Uhr: Die „Ever Given“ hat tagelang den Suezkanal blockiert. Dann wurde sie befreit - nur um gleich wieder festgesetzt zu werden. Wegen der Auseinandersetzung um Schadenersatz könnte sich die Weiterfahrt des Containerschiffs am Suezkanal noch längere Zeit hinziehen. Die Kanalbehörde fordert wegen der tagelangen Blockade Schadenersatz in Höhe von einer Milliarde Dollar und will die Weiterfahrt erst bei einer Einigung erlauben. «Wir haben viel Mühe und Arbeit in die Rettung des Schiffs gesteckt. Wir haben täglich Einnahmen verloren. Uns steht eine Entschädigung zu», sagte Usama Rabi, Vorsitzender der Kanalbehörde der staatlichen Nachrichtenseite Al-Ahram zufolge.

Derzeit liegt die „Ever Given“ im Großen Bittersee zwischen dem nördlichen und südlichen Teil des Suezkanals. Bei ihrer Forderung bezieht sich die Behörde unter anderem auf Verlusten in Höhe von 14 bis 15 Millionen Dollar pro Tag sowie die tagelangen Arbeiten mit Baggern und Schleppern zur Freilegung des 400 Meter langen Schiffs. An dessen Bord sei Fracht im Wert von 3,5 Milliarden Dollar, sagte Rabi. „Wir haben das Schiff und ihre Fracht gerettet.“

„Ever Given“ wieder flott - für die Versicherer kann es jetzt richtig teuer werden

Update vom 30. März, 14.22 Uhr - Die knapp einwöchige Blockade des Suezkanals kann für die Versicherungsbranche richtig teuer werden. Die Ratingagentur Fitch erwartet Ansprüche in dreistelliger Millionenhöhe. Zu den Unternehmen, die Schadenersatzansprüche geltend machen könnten, gehört etwa die Betreibergesellschaft des Suez-Kanals oder die Reeder der Schiffe, die tagelang festsaßen oder den Umweg über 7000 Kilometer langen Umweg um das südliche Afrika genommen haben.

Abgesehen von den vielen unterschiedlichen Beteiligten in der Schifffahrtsbranche sind auch Schadenmeldungen der Unternehmen möglich, die Ware und Produkte über eines der verspäteten Schiffe verschickt haben - beziehungsweise nun als Empfänger auf verspätete Lieferungen warten. Sollte es etwa zu Betriebsunterbrechungen in Fabriken kommen, weil für die Produktion notwendige Teile fehlen, kann auch das Schadenmeldungen nach sich ziehen. Dann könnten die Schadenersatz-Ansprüche womöglich in die Milliarden gehen.

Suezkanal: Containerschiff „Ever Given“ wieder flott - jetzt fehlt nur noch entscheidendes Detail

Update vom 29. März, 15.31 Uhr – Das im Suezkanal auf Grund gelaufene Containerschiff Ever Given ist nach einer tagelagen Blockade wieder fahrtüchtig. Das 400 Meter lange Schiff sei am Montag Nachmittag wieder bewegungstüchtig gewesen, teilte die Kanalbehörde mit. Die Rettungsarbeiten seien abgeschlossen. Zur Weiterfahrt müsse man jedoch noch das Ende der Ebbe abwarten, hieß es. Laut Kanalbehörde hatten zehn Schlepper seit dem Morgengrauen versucht, das gewaltige Schiff zu bewegen. Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi hatte vorsorglich bereits die teilweise Entladung von Containern angeordnet, falls die Versuche zur Freilegung weiter erfolglos bleiben sollten. 

Kehrtwende im Suezkanal: Containerschiff „Ever Given“ doch nicht frei - jetzt wird es richtig kompliziert

Update 29.3.2021, 15.04 Uhr – Bei der Rettungsaktion des Container-Schiffs „Ever Given“ im Suez-Kanal steht der schwierigste Teil der Rettungsaktion offenbar noch bevor. „Die gute Nachricht ist, dass das Heck freigelegt wurde“, sagte der Chef des Unternehmens Boskalis, Peter Berdowski, am Montag im niederländischen Radio. Dies sei jedoch der „einfache Teil“ gewesen.

Boskalis ist der Mutterkonzern der Spezialfirma Smit Salvage, die mit der Bergung der „Ever Given“ beauftragt wurde. Der Bug des Schiffes sei noch „vollständig blockiert“, sagte Berdowski. Die eigentliche Herausforderung stehe somit noch bevor. Das Schiff wieder vollständig in Bewegung zu setzen sei angesichts des enormen Gewichts des Frachters „kein Kinderspiel“, betonte der Boskalis-Chef.

Kehrtwende im Suezkanal: Containerschiff „Ever Given“ doch nicht frei - „Sitzt noch völlig fest“

Update vom 29. März, 13.01 Uhr: Das niederländische Bergungsunternehmen Boskalis hat vor übereiltem Jubel bei der Freilegung des Containerschiffes „Ever Given“ gewarnt. Der Container-Riese sei nur am hinteren Teil freigelegt worden, „aber der Bug sitzt noch völlig fest“, sagte Boskalis-Chef Peter Berdowski am Montagmorgen im niederländischen Radio. „Es bewegt sich was, das ist die gute Nachricht“, sagte er. Aber für Entwarnung sei es zu früh.

In der Nacht zum Montag war mit Hilfe eines schweren Schleppers das Heck vom Boden losgelöst worden. Dadurch konnte das 400 Meter lange Schiff um 20 Grad drehen. Das schwierigste sei nun aber die Loslösung des Bugs, so der Boskalis-Chef. Der liege „wie ein Wal auf dem Strand“.

Die Berger hoffen nun, mit Hilfe eines weiteren Schleppers im Laufe des Tages das Schiff völlig zu befreien. Sollte das nicht gelingen, müssten möglicherweise doch Container abgeladen werden. Das würde die Bergungsaktion aber deutlich verlängern.

Suezkanal: Containerschiff „Ever Given“ schwimmt endlich wieder

Update vom 29. März, 8.09 Uhr: Aufatmen am Suezkanal: Das 400 Meter lange Schiff „Ever Given“ sei am frühen Montagmorgen um 4.30 Uhr (Ortszeit) wieder in schwimmenden Zustand gebracht worden und werde gesichert, teilte der Dienstleister Inchcape Shipping mit (siehe Update vom 29. März, 6.02 Uhr). Das Schiffsradar Vesselfinder zeigte die „Ever Given“ kurz darauf als „unterwegs“ an. Es blieb zunächst aber unklar, wann die wichtige Wasserstraße wieder zur Durchfahrt freigegeben werden kann. Eine offizielle Bestätigung der Kanalbehörde gab es zunächst nicht. Die Sprecherin der Wirtschaftszone für den Suezkanal feierte den Erfolg jedoch bereits auf Facebook. „Es leben die Helden vom Suezkanal“, schrieb die Sprecherin.

Suezkanal: Containerschiff „Ever Given“ freigelegt - Zeitpunkt für Freigabe zur Durchfahrt noch unklar

Update vom 29. März, 6.25 Uhr: Das im Suezkanal auf Grund gelaufene Containerschiff „Ever Given“ ist nach einer tagelangen Blockade freigelegt worden (siehe Update vom 29. März, 6.02 Uhr). Es blieb laut dpa zunächst unklar, wann die wichtige Wasserstraße wieder zur Durchfahrt freigegeben werden kann.

Die Hilfs- und Bergungsteams am Suezkanal hatten mit Schleppern und Baggern über Tage versucht, das Schiff eines japanischen Eigentümers zu befreien, das am Dienstag auf Grund gelaufen war. Von Vorteil war dabei die hohe Flut bei Vollmond in der Nacht zum Montag. Wann die „Ever Given“, die in nördlicher Richtung auf dem Weg nach Rotterdam im Kanal unterwegs war, ihre Fahrt fortsetzen kann, war nach der Erfolgsmeldung zunächst unklar. Laut Kanalbehörde warteten zuletzt rund 370 Schiffe auf beiden Seiten des Kanals auf Durchfahrt, darunter 25 Öltanker. Der Finanznachrichtendienst Bloomberg berichtete von 450 wartenden Schiffen.

Nach der Erfolgsmeldung vom Montagmorgen kursierten im Internet Videos von erleichterten Crewmitgliedern der anderen Schiffe im Kanal. „Das Boot schwimmt“, sagt ein Mann an Bord eines Schiffs und streckt seinen Daumen nach oben. Auf einem der Videos ist immer wieder der Ausspruch „Alhamdulillah“ (Gott sei Dank) zu hören.

Update vom 29. März, 6.02 Uhr: Das im Suezkanal auf Grund gelaufene Containerschiff „Ever Given“ ist nach einer tagelangen Blockade freigelegt worden, berichtet die dpa. Das 400 Meter lange Schiff sei wieder in schwimmenden Zustand gebracht worden und werde gesichert, teilte der maritime Dienstleister Inchcape Shipping demnach am frühen Montagmorgen mit.

Suezkanal: Stau mit mehr als 300 Schiffen

Update vom 28. März, 13.53 Uhr: Inzwischen stehen mehr als 300 Schiffe im Stau - und der wirtschaftliche Schaden vergrößert sich stetig. Ein ägyptischer Admiral macht nun Hoffnung. Arbeiter bereiten sich ihm zufolge auf eine Teilentladung der „Ever Given“ vor. Präsident Abdel attah al-Sisi habe entsprechende Vorbereitungen angeordnet, sagte Usama Rabi dem Fernsehsender Extra News am Sonntag.

29 Meter konnte das Mega-Containerschiff - es hat etwa der Größe des Empire State Buildings in New York - bislang bewegt werden. Das teilte der Dienstleister Inchcape Shipping Services mit. Und Bernhard Schulte Shipmanagement (BSM), welche für die technische Leitung des Schiffs verantwortlich sind, meldeten: Das Ruder konnte schon befreit werden.

Mega-Frachter blockiert Suezkanal: Admiral spricht von „menschlichem Versagen“

„Starker Wind“ sei ersten Ermittlungen zufolge die Ursache für das Auf-Grund-Laufen der „Ever Given“ gewesen, hieß es von BSM weiter. Der Frachter blockiert seit Tagen den Suezkanal. Admiral Usama Rabi schloss allerdings auch „menschliches Versagen“ nicht aus.

Die 25 Crewmitglieder, die alle aus Indien stammen, sind wohlauf und weiterhin an Bord. Über mögliche Schäden an der Ladung oder eine Verschmutzung des Wassers gibt es bisher keine Informationen.

Mega-Stau im Suezkanal: „Situation sehr bedrohlich“ - Zigtausende Tiere stecken auf Frachtern fest

Update vom 28. März, 9.42 Uhr: Bei der Suezkanal-Blockade könnten auch 130.000 Schafe sterben. Das teilte die Tierschutzorganisation Animals International mit. Elf rumänische Frachter mit dieser Anzahl an lebenden Tieren an Bord stecken nach ihren Angaben fest. „Die Situation ist sehr bedrohlich“, erklärte die Organisation.

Die Tierschützer verbanden die Warnung mit einer Forderung: Rumänien müsse den Export lebender Tiere umgehend einstellen und stattdessen auf Fleischexporte umschwenken.

Die Veterinärbehörden in Bukarest haben die Tiertransportfirmen nach eigenen Angaben bereits kontaktiert, und diese hätten versichert, „dass es ausreichend Nahrung und Wasser an Bord für die kommenden Tage gibt“. Zur Not müsse man die rumänischen Frachter umleiten und die Tiere in anderen Ankunftshäfen entladen.

„Ever Given“ steckt im Suezkanal fest: „Wir arbeiten rund um die Uhr“

Update vom 27. März 2021, 21.35 Uhr: Noch immer wurde das Containerschiff Ever Given nicht freigelegt, obwohl es leichte Fortschritte gibt. Einen Zeitrahmen für die Freilegung nannte Admiral Usama Rabi, Vorsitzender der Kanalbehörde, am Samstag nicht. „Wir arbeiten rund um die Uhr, um die Krise zu beenden.“

Einige Länder haben deswegen bereits begonnen, erste Schiffe auf den Umweg um das Kap der Guten Hoffnung zu führen. Dadurch verlängern sich die Fahrten laut der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd um circa eine Woche. Ein Problem dabei ist, dass die Gewässer vor der Küste Westafrikas, insbesondere im Golf von Guinea, als besonders gefährlich wegen möglicher Überfälle von Piraten.

Suezkanal: Weltraum-Aufnahme zeigt Mega-Stau - „Leichte Bewegung“ bei Containerschiff-Freilegung

Update vom 27. März, 12.37 Uhr: Es tut sich etwas bei der Suezkanal-Blockade in Ägypten (siehe vorheriges Update). Bei dem dort verhakten Containerschiff „Ever Given“ gebe es eine „leichte Bewegung“. Mehr als zehn Schlepper und drei Bagger seien dafür aktuell im Einsatz, teilte das Seefahrt- und Logistikunternehmen GAC mit. Das Schiff der taiwanischen Reederei Evergreen fährt unter der Flagge Panamas und war wegen eines Sandsturms auf Grund gelaufen.

Bei den Manövern zur Freilegung spielten mehrere Faktoren eine Rolle, hieß es - vor allem die Windrichtung sowie Ebbe und Flut. Es handle sich um einen „komplizierten technischen Einsatz“.

Der Suezkanal verbindet das Mittelmeer mit dem Roten Meer und bietet dadurch den kürzesten Schifffahrtsweg zwischen Asien und Europa. Jährlich durchfahren die Wasserstraße normalerweise rund 18.000 Schiffe. Einige Länder haben bereits begonnen, erste Schiffe auf den Umweg um das Kap der Guten Hoffnung zu schicken.

Containerschiff verstopft Suezkanal: Weltraum-Aufnahme zeigt Mega-Stau - US-Armee bietet Hilfe an

Update vom 27. März, 9.05 Uhr: Ein Schiff macht Ärger. Seit Dienstag blockiert der massive Frachter „Ever Given“ den Suez-Kanal in Ägypten - jetzt bietet sogar die US-Armee ihre Hilfe in der Misere an. Ein Expertenteam Marines könnte schnell entsandt werden, teilte die Sprecherin des Weißen Hauses Jen Psaki am Freitag in Washington mit. Die Gespräche mit der Regierung in Kairo dauerten allerdings noch an, fuhr sie fort.

Ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums, der nicht namentlich genannt werden wollte, sagte laut AFP, wenn Ägypten eine formelle Anfrage stelle, könne sich das Team bereits am Samstag vom US-Flottenstützpunkt in Bahrain auf den Weg machen. Der Vertreter schränkte allerdings ein: „Wir können sicherlich beraten, aber wir können sie nicht alle eskortieren.“

Seit Mittwoch laufen die Bemühungen vor Ort auf Hochtouren, das Schiff wieder freizubekommen (siehe Erstmeldung) - auch deutsche Unternehmen befürchten daher Lieferengpässe. Wegen des 400 Meter langen und über 220.000 Tonnen schweren Frachters stauten sich zuletzt mehr als 200 Schiffe an der Stelle. Das Europäische Weltraumforschungsinstitut (ESRIN) twitterte eine Weltraum-Aufnahme des Vorfalls:

Containerschiff verstopft Suezkanal: Kapitän fuhr vor dem Unfall ein Muster ins Meer - und das hat es in sich

Meldung vom 26. März 2021:

Suez - War das Absicht oder nur ein Zufall? Ein Video zeigt den Wartekurs der havarierten „Ever Given“, bevor sie am Dienstag in den Suezkanal eingelaufen ist. Während sich die anderen Schiffe kaum bewegen, fährt das riesige Containerschiff munter herum. Schaut man das Video bis zum Ende an, kommt das Bild eines Penis zum Vorschein. Darauf aufmerksam gemacht hat Vesselfinder, ein Unternehmen, das Services rund um die Schifffahrt anbietet.

Das Management des Frachters sieht darin nichts Verwerfliches. Ein Sprecher von Bernhard Schulte Shipmanagement sagte dem Spiegel: „Es ist nicht ungewöhnlich, dass Schiffe, die auf die Einfahrt warten, vorher herummäandern.“ Wenn dem wirklich so ist, ist der Kapitän der „Ever Given“ unbeabsichtigt zu einem Künstler geworden.

Suezkanal-Blockade: Penis-Kurs sorgt auf Twitter für Häme

Auf Twitter ist der ungewöhnliche Kurs des Containerschiffs bereits ein Thema, das für Spott sorgt. „Wenn Du unzufrieden mit Deinem Arbeitgeber bist, ihm eine geheime Botschaft schickst, um anschließend einen Großteil des weltweiten Ölhandels zu stoppen,“ schrieb der User Orthopäde.

Ins gleiche Horn stößt Susette Gontard. Sie schreibt: „Wer kennt‘s nicht: kleine Penisrunde drehen und dann im Kanal stecken bleiben.“ Der User KDJ Prime meinte nur: „Absolute Genies, wer ist dieser Columbus.“

Suezkanal-Blockade: Zehn Schlepper bekommen Containerschiff nicht frei

Die „Ever Given“ steckt immer noch fest. Der japanische Eigentümer hofft, dass der Kanal am kommenden Wochenende wieder befahrbar sein wird. Ein Sprecher des Unternehmens Shoei Kisen sagte der dpa, dass man versuchen wolle, das Frachtschiff am Samstag flott zu bekommen. Sollte dies nicht klappen, sei geplant, am Sonntag zwei weitere Schlepper einzusetzen. Bislang sind zehn Schlepper im Einsatz.

Suezkanal-Blockade: Auf Schiffseigentümer kommen hohe Kosten zu

Seit Dienstag blockiert die 400 Meter lange „Ever Given“ den Suezkanal, eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt. Das unter der Flagge Panamas fahrende Containerschiff war auf Grund gelaufen. Auf Shoei Kisen könnten nun hohe Kosten zukommen. Der Betreiber des Schiffes, die taiwanesische Evergreenline, hat das Schiff eigenen Angaben zufolge nur gechartert. Deswegen müsse der Eigentümer für Bergungs- und Reparaturkosten sowie andere Ansprüche Dritter aufkommen.

Vor beiden Einmündungen, Port Said im Norden und Suez im Süden, haben sich lange Staus gebildet. Über 100 Schiffe warten auf die Weiterfahrt. Am Ölmarkt war es zuletzt zu kräftigen Preisschwankungen gekommen, da der Suezkanal auch für den internationalen Ölhandel eine große Bedeutung hat.

Suezkanal-Blockade: Containerschiff havarierte im Hamburger Hafen

Die „Ever Given“ hat bereits einen Unfall hinter sich. Der Frachter verursachte im Hamburger Hafen eine Kollision mit einer Fähre. Das Containerschiff war am 9. Februar 2019 vom Kurs abgekommen und hatte am Anleger Blankenese die Hafenfähre „Finkenwerder“ zusammengedrückt. An Fähre und Anleger entstand Sachschaden in Höhe von rund einer Million Euro.

Rubriklistenbild: © Planet Labs Inc./AP/dpa

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