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Mit WLAN in ICE-Zügen will die Bahn beim Kunden punkten.

Surfen mit der Bahn

Stiftung Warentest zum 2. Klasse-Wlan im ICE: Gut, aber...

München - Das kostenlose Internet in ICE-Zügen funktioniert nach Einschätzung der Stiftung Warentest in der zweiten Klasse auch mit gedrosseltem Übertragungstempo noch gut. Ein paar Kritikpunkte hatten die Tester aber doch.

Wer sein Datenvolumen von 200 Megabyte aufgebraucht habe, könne immer noch mit durchschnittlich rund 600 Kilobit pro Sekunde "problemlos surfen" und E-Mails checken, teilte die Stiftung Warentest am Freitag mit. Selbst Filme ließen sich bei diesem Tempo "unter Umständen noch streamen - wenn auch in niedriger Bildqualität".

Surftempo schwankt „teilweise erheblich“

Grundsätzlich schwanke das Surftempo in der zweiten Klasse aber "teilweise erheblich", erklärte die Stiftung Warentest. Durchschnittlich lag die gemessene, ungedrosselte Datenrate bei rund 1000 Kilobit pro Sekunde. Das sei "immerhin nahezu" die dreifache UMTS-Geschwindigkeit.

Die Tester hätten auf Fahrten zwischen Berlin und Frankfurt am Main oft auch Datenraten von bis zu rund 2,5 Megabit pro Sekunde gemessen, bei der sich "problemlos Filme in gehobener Bildqualität streamen" ließen. Im "Extremfall" sei aber gar keine Verbindung zustande gekommen. Gründe für die Schwankungen seien, dass sich die Fahrgäste die zur Verfügung stehenden Datenraten quasi teilen müssten und die Mobilfunknetze entlang der ICE-Strecken unterschiedlich stark seien.

Unwirksame Klauseln in den Geschäftsbedingungen

Die Stiftung Warentest bemängelte allerdings die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des schwedischen Dienstleisters Icomera für die Wlan-Nutzung im ICE. Diese wiesen "deutliche Mängel und unwirksame Klauseln" auf.

So behalte sich Icomera beispielsweise vor, in der zweiten Klasse Gebühren zu erheben; die Deutsche Bahn verspreche hingegen kostenloses Wlan. Diese Klausel bezieht sich einem Bahn-Sprecher zufolge aber nur auf die geplante Option für hohe Übertragungsraten nach dem Aufbrauchen des kostenlosen Datenvolumens.

AFP

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