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Swiss vor Übernahme durch Lufthansa: Zürich bleibt Drehkreuz

- Zürich - Das Schicksal der Schweizer Fluggesellschaft Swiss scheint kurz vor ihrem dritten Geburtstag besiegelt. Sie wird ihre Eigenständigkeit verlieren und künftig von der Lufthansa kontrolliert. Die Unternehmen bestätigten die übernahme. Lufthansa will die frei handelbaren Swiss-Aktien kaufen - zum Durchschnittspres der vergangenen Wochen.

<P>Die entscheidenden Weichenstellungen sind getroffen, Widerstände vor allem von Seiten der Schweizer Politik gibt es offenbar keine. Die Swiss bleibt zwar offiziell eine Schweizer Fluggesellschaft, doch strategische Entscheidungen dürften mehr und mehr in Frankfurt oder Köln, dem juristischen Hauptsitz der Lufthansa, gefällt werden.</P><P>Damit ist der deutsche Kranich an einem Ziel, an dem er seit mehr als zwei Jahren gearbeitet hat. Denn mit der Hand auf der Swiss öffnet sich der lukrative Markt der Schweizer Geschäftsleute, die vor allem von Zürich aus die Welt mindestens per Business-Class bereisen. Das dürfte auch die neuen Großraumflugzeuge A 380 der Deutschen besser ausnutzen. Die Swiss hat sie wegen Geldmangels gar nicht erst bestellt.</P><P>Nachdem der Deutsche Christoph Franz, der schon bei der Lufthansa war, das Ruder bei der Swiss übernommen hat, wurde der von den Deutschen geforderte harte Sanierungskurs endlich in Angriff genommen. Die Swiss speckt seitdem an allen Enden ab, 300 Millionen Franken sollen jedes Jahr eingespart werden. Jetzt ist sie reif für die Übernahme. Wie es nun aussieht, dürfte die Swiss nicht nur ein Zubringerdienst für die Lufthansa werden, was viele Schweizer Kritiker einer Fusion bisher befürchteten. Medienberichten zufolge könnte Swiss sogar zusätzliche LangstreckenFlugzeuge ab Zürich einsetzen. Damit wäre die Forderung der Schweizer Politik erfüllt, dass der Flughafen Zürich nicht abgewertet werden darf.</P><P>Wichtig ist auch, dass die Deutschen offenbar nun nicht mehr auf einer weiteren Kapitalspritze vor allem der Schweizer Regierung bestehen. Die Mehrheit bei der Swiss bleibt zunächst in Schweizer Händen, damit die Swiss ihre internationalen Flugrechte behält. Größtes Hindernis einer Fusion bilden noch die Personal- und Pilotenverbände. Sie müssen dem 300-Millionen-Sparprogramm noch zustimmen.</P>

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