T-Com und T-Mobile werden nicht verschmolzen

- Bonn - Der neue Telekom-Chef René Obermann will nach Angaben aus Konzernkreisen Mobilfunk und Festnetz als eigenständige Sparten erhalten. Auch für die kommenden Jahre sei keine Verschmelzung von T- Com und T-Mobile beabsichtigt, erfuhr die Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX am Montag aus den Kreisen.

Durch eine Fusion könnte die Handlungsfähigkeit blockiert werden, was bei dem harten Wettbewerbsumfeld in Deutschland fatale Folgen haben könnte, hieß es. Branchenexperten hatten dagegen seit längerem ein Zusammengehen von T-Com und T-Mobile gefordert, mit dem Ziel einer besseren Kooperation der Sparten. Die Telekom lehnte einen Kommentar zur Strategie ab.

Obermann will an diesem Dienstag dem Aufsichtsrat Eckpunkte seiner Strategie vorstellen. Geplant ist eine engere Verzahnung der Handy- und Festnetzsäulen. Eine umfassende Änderungen der vom früheren Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke aufgesetzten Strategie sei nicht geplant, hieß es in den Kreisen. Dies sei nicht zu erwarten, da Obermann sein Amt erst vor drei Wochen übernommen habe.

Auf der Aufsichtsratssitzung im Februar kommenden Jahres werde Obermann nach derzeitigem Stand weitere Details seiner Strategie präsentieren. Ziel sei es, die Zusammenarbeit von T-Com und T-Mobile zu verbessern. "Dafür müssen die Prozessabläufe vereinheitlicht werden", sagte ein mit dem Verfahren vertrauter Manager.

Die Aufsichtsräte sollen zudem einem Umbau des Vorstands zustimmen. Personalvorstand Heinz Klinkhammer werde das Unternehmen zum Jahresende freiwillig verlassen und habe die dafür nötigen Vorbereitungen getroffen, verlautete aus den Kreisen. Die Nachfolge ist noch offen.

Die Gewerkschaft ver.di favorisiert eine Berufung von T-Systems- Managerin Regine Büttner. Neu in das Gremium einziehen sollen Hamid Akhavan als Chef von T-Mobile und Timotheus Höttges, der den glücklosen Walter Raizner an der Spitze von T-Com ersetzen soll. Akhavan und Höttges sitzen derzeit in der Führung von T-Mobile.

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