T-Mobile darf iPhone mit Vertrag und Sperre verkaufen

Hamburg - Im Streit um den Vertrieb des Apple-Handys iPhone hat T-Mobile einen juristischen Sieg gegen Vodafone errungen. T-Mobile darf das iPhone nun doch mit einem Zweijahresvertrag und einer Sperre für andere Netze anbieten, teilte das Hamburger Landgericht am Dienstag mit.

Die Zivilkammer 15 hob eine Einstweilige Verfügung auf, die der Konkurrent Vodafone gegen das Vertriebsmodell von T-Mobile erwirkt hatte. Vodafone kann gegen das Urteil in die Berufung vor das Hanseatische Oberlandesgericht gehen.

Nach der Entscheidung des Gerichts kündigte T-Mobile an, den Verkauf der entsperrten iPhone-Version ohne Vertrag wieder zu stoppen. Das Unternehmen hatte seit dem Erlass der gerichtlichen Verfügung das Mode-Handy auch ohne Vertrag und Sperre für 999 Euro statt der 399 Euro mit Vertrag angeboten. "Wir kehren zum alten Vertriebsmodell zurück", sagte ein T-Mobile-Sprecher in Bonn.

Nach Angaben des Gerichts konnte die Zivilkammer 15 nach einer Verhandlung in der vergangenen Woche im Vertriebsmodell von T-Mobile keinen unlauteren Wettbewerb oder einen Verstoß gegen das Kartellrecht mehr erkennen. Die Anwälte von Vodafone und T-Mobile hatten vor Gericht zwei Stunden für ihre Positionen gestritten.

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