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Cannabis aus Afghanistan: Deutsche Firma will sich Nachschub sichern - bei den Taliban

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Von: Patricia Huber

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Eine Person dreht sich einen Joint.
Derzeit noch verboten, in Zukunft legal. Die Ampel-Koalition möchte Cannabis legalisieren. © Fabian Sommer/dpa

Eine deutsche Firma möchte Cannabis-Produkte in Afghanistan produzieren. Daher ist sie im Gespräch mit den Taliban, die dringend Investoren für das Land benötigen.

Kabul - Die Ampel-Parteien haben in ihrem Koalitionsvertrag festgelegt, dass Cannabis legalisiert wird. Erlaubt werden soll die „kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene zu Genusszwecken in lizenzierten Geschäften.“ So steht es im Vertrag. Das könnte auch für die Staatskasse ein Segen sein. Aber wo soll das ganze legale Gras dann überhaupt herkommen?

Cannabis-Legalisierung: Firma plant Import aus Afghanistan

Tatsächlich setzt jetzt Afghanistan darauf, Deutschland mit Cannabis versorgen zu können. Ein Sprecher der Taliban gab bekannt, dass sie in Gesprächen mit der deutschen Firma* ECI (Entwicklungsgesellschaft CPharm International) seien. Diese Firma möchte wohl Cannabis künftig aus Afghanistan importieren.

Der Taliban-Sprecher des Innenministeriums erklärte Bild, dass ECI 400 Millionen Euro investieren möchte. Damit soll eine Fabrik zur Verarbeitung von Cannabis-Pflanzen in Arzneimittel und Cremes gebaut werden. Würden die Taliban mit ECI den Vertrag abschließen, dürfte Cannabis nur noch an diese Firma verkauft werden. Damit würde sich ECI eine Monopolstellung sichern.

Cannabis-Legalisierung: Deutsche Firma sieht Deal mit Taliban positiv

„Wichtig für uns war, dass sie investieren. So können die Menschen Arbeit finden“, erklärte der Taliban-Sprecher. Bisher ist jedoch offen, ob es überhaupt zu einem Geschäft kommen könnte. Schließlich bestehen noch Sanktionen gegen die Taliban.

ECI-Geschäfsführer Werner Zimmermann sieht den zweifelhaften Deal durchweg positiv. Im Gespräch mit Bild erklärt er, dass durch den Deal die „traditionelle Landwirtschaft“in Afghanistan gestützt werden würde und den von Armut und Hunger bedrohten Bauern geholfen werden könnte. „Wo jetzt Opium angebaut wird, könnte künftig Hanf wachsen“, sagt Zimmermann. (ph) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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