1. Startseite
  2. Wirtschaft

Tank-Rabatt, Energiegeld, Heizkostenzuschuss: Das plant die Ampel zur Entlastung der Verbraucher

Erstellt:

Von: Patricia Huber

Kommentare

Ein Mann dreht in einer Wohnung am Thermostat einer Heizung.
Um die steigenden Energiekosten auszugleichen, plant die Bundesregierung ein großes Entlastungspaket. © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Die steigenden Energiepreise zwingen die Ampel-Koalition zum Handeln. Jetzt sind erste Informationen zu geplanten Entlastungen für Verbraucher durchgesickert.

Berlin - Die Bundesregierung steht unter Druck. Die hohen Energiepreise belasten die Verbraucher stark. Nicht nur für das Tanken wurde teurer, auch die Preise für Heizöl und Gas sind in den vergangenen Monaten bereits enorm gestiegen. Der Ukraine-Krieg* hat dann immer weiter für neue Rekordhöhen gesorgt.

In den vergangenen Tagen wurde dann bekannt, dass Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP*) einen Tank-Rabatt plant. Doch das ist noch nicht alles. Wie die Bild berichtet, plant die Ampel-Koalition ein milliardenschweres Entlastungspaket. Gestern (15. März) Abend soll es dazu wohl ein Gespräch der Fraktionsspitzen gegeben haben. Es soll sich schnellstmöglich etwas ändern. Bestenfalls soll Kanzler Olaf Scholz noch in dieser Woche grünes Licht für die folgenden Entlastungen geben:

Tank-Rabatt: Lindner möchte Spritpreise so um 40 Cent senken

Der Plan zum Tank-Rabatt ist bereits durchgesickert. Bis zu 40 Cent Entlastung an der Zapfsäule sind geplant. Es soll ein fester Rabatt sein und keine Mehrwertsteuersenkung, wie etwa Polen es gemacht hat. Dieser wird dann an der Kasse erst abgezogen und die Tankstellenbetreiber müssten sich dann das Geld vom Staat zurückholen. Auch eine Erhöhung der Pendlerpauschale ist wieder im Gespräch.

Heizkostenzuschuss: SPD fordert erneute Hilfe

Damit niemand zu Hause frieren muss, wurde bereits im Februar ein einmaliger Heizkostenzuschuss beschlossen. Die Unterstützung in einer Höhe zwischen 115 und 175 Euro erhielten Wohngeld-Empfänger, Studenten und Auszubildende. Jetzt fordert die SPD noch weitere Unterstützung und auch mehr Empfänger dieser, wie beispielsweise Niedrigverdiener. Hier könnte die FDP sich einen Rabatt, ähnlich wie beim Tanken, vorstellen.

Energiegeld: Erhalten Verbraucher bald die CO2-Abagbe zurück?

Die CO2-Abgaben wurden in den vergangenen Wochen heftig kritisiert. Viele Bürger forderten angesichts der hohen Energiepreise eine vorübergehende Senkung oder sogar Abschaffung. Jetzt planen SPD*, Grüne* und FDP eine Rückzahlung dieser Abgabe – ein sogenanntes Energiegeld. Bis zu 75 Euro jährlich könnten zurückgezahlt werden.

Ukraine-News: Steigende Energiepreise und Sanktionen - So soll den Firmen geholfen werden

Auch zahlreiche Firmen sind von den hohen Energiepreisen schwer getroffen. Daher diskutieren die Regierungsparteien wohl nun über eine Verlängerung des Kurzarbeitergeldes. Eigentlich läuft die Regelung, welche aufgrund der Corona-Pandemie* eingeführt wurde, am 30. Juni aus.

Zudem sollen Unternehmen, welche durch die Sanktionen gegen Russland getroffen sind, Wirtschaftshilfen erhalten. Hier ist von Kredit-Hilfsprogrammen die Rede. (ph) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare