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Benzinpreis-Schock: Erste Tankstellen knacken Zwei-Euro-Grenze - Plasberg warnt: „Gewöhnt euch dran“

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Von: Patricia Huber

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Ein Zapfhahn steckt im geöffneten Tank eines Autos.
Die Spritpreise in Deutschland steigen nahezu unaufhörlich. Jetzt haben sie sogar die zwei-Euro-Marke geknackt. © Jens Büttner/picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Der rasante Anstieg der Spritpreise scheint kein Ende zu nehmen. Jetzt kostet der Liter Sprit an den ersten Tankstellen Deutschlands bereits zwei Euro.

Berlin - Heizen, Stom, Benzin: Alles wird teurer in Deutschland. Besonders die Energiepreise steigen immer weiter an. Bisher liegt der durchschnittliche Preis für Superbenzin im Jahr 2021 bei 1,52 Euro. So hoch war er nach Angaben des Statistischen Bundesamts zuletzt in den Jahren 2011 bis 2014. Bei dieser Entwicklung fragt sich der ein oder andere sicher, ob er langsam wieder sein Fahrrad aus dem Keller holen sollte.

Spritpreis: An der Autobahn fällt die Schallmauer

Jetzt haben die ersten deutschen Tankstellen bereits die magische zwei-Euro-Grenze geknackt, wie Bild.de berichtet. In Berlin-Schöneberg kostete der Liter V-Power-Racing am Montag (11. Oktober) rund zwei Euro. Wer ganz normales Superbenzin tankt, kommt derzeit noch ein wenig günstiger davon, obwohl auch hier an vielen Autobahntankstellen auch immer wieder die Zwei-Euro-Grenze geknackt wird.

„Hart aber Fair“: Plasberg warnt vor dauerhaft hohen Spritpreisen

Auch in der ARD-Talkshow „Hart aber Fair“ ging es am Montag um die steigenden Preise in nahezu allen Lebensbereichen. Darin bringt Moderator Frank Plasberg die aktuelle Lage auf den Punkt. „Liebe Autofahrer, gewöhnt euch an Spritpreise über zwei Euro“, macht er klar.

Talk-Gast Ulrich Schneider, Chef des Paritätischen Gesamtverbandes und Mitglied der Linken, blickt mit Besorgnis auf die steigenden Preise. Er fordert, dass der Gesetzgeber schleunigst tätig werden muss. Aber was ist hier die Lösung? Etwa eine Senkung der Mineralölsteuer? Schließlich verdient der Staat auch ordentlich an den hohen Preisen mit. Bei einem Literpreis von 1,60 Euro gehen immerhin 99 Cent für Steuern und CO2-Bepreisung drauf.

Benzinpreis: Im Freistaat lockt der Tanktrip über die Grenze

Bayern bleibt von hohen Preisen natürlich auch nicht verschont. Während etliche Autobahntankstellen im Freistaat bereits 1,99 Euro für den Liter Superbenzin verlangen, kann man an der ein oder anderen ländlich gelegenen Tankstelle noch zum „Schnäppchenpreis“ für 1,44 Euro bis 1,57 Euro tanken.

In München und im Münchner Umland hingegen sieht es da schlecht aus. Da könnte sich für den ein oder anderen vielleicht sogar ein kurzer Ausflug nach Österreich lohnen. Dort zahlt man laut ADAC durchschnittlich 1,33 Euro für den Liter Superbenzin. Wer also am Wochenende sowieso zum Wandern in die Berge möchte, sollte dringend einen Tank-Stopp in Österreich einlegen.

Die Preise für Strom und Gas steigen drastisch an - und die Entwicklung ist noch nicht am Ende. Ein gemeinsames Vorgehen der EU-Staaten erscheint als der einzige Ausweg*. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA 

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